Ein 157-Millionen-Euro-Auftrag, Rekordergebnisse, ein Analysten-Upgrade — und trotzdem Kursverluste. RENK erlebte zum Ende der Handelswoche einen seltenen Widerspruch.
Als US-Präsident Donald Trump die NATO am 2. April als „Papiertiger“ bezeichnete und einen möglichen US-Rückzug andeutete, traf das den europäischen Rüstungssektor unmittelbar. Rheinmetall, Hensoldt und RENK gaben nach. Die RENK-Aktie verlor zeitweise bis zu 3,7 Prozent, schloss bei 53,84 Euro. Besonders pikant: Genau diese geopolitische Unsicherheit hatte Rüstungswerte im ersten Quartal 2026 auf neue Hochs getrieben. Der Treiber wurde zur Belastung.
Starkes Fundament, offene Fragen
Operativ liefert RENK weiterhin. Den Auftrag über 157 Millionen Euro für HSWL 295-Panzergetriebe an einen NATO-Mitgliedstaat hatte das Unternehmen erst am 1. April gemeldet — der Vertrag läuft bis 2033 und schließt Schulungen sowie Ersatzteile ein. Das Vorjahr schloss RENK mit 1,37 Milliarden Euro Umsatz, einem Auftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro und einer Dividendenerhöhung um 38 Prozent ab. Für 2026 peilt das Unternehmen über 1,5 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes EBIT von bis zu 285 Millionen Euro an.
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Um die wachsende Nachfrage zu bedienen, plant RENK zudem eine Kapazitätserweiterung: Die Getriebeproduktion soll bis Ende 2026 von 300 auf 800 Einheiten jährlich steigen.
Analysten zwischen Respekt und Skepsis
MWB Research vollzog zum 31. März eine bemerkenswerte Kehrtwende: Die Einstufung wurde von „Sell“ auf „Hold“ angehoben, das Kursziel auf 53 Euro gesetzt — nahe dem aktuellen Niveau. Als Begründung nennt das Analysehaus den strukturellen Trend steigender europäischer Verteidigungsbudgets. Kritisch bleibt MWB Research allerdings dabei, ob RENK seinen Auftragsbestand von rund 6,7 Milliarden Euro auch in echtes Margenwachstum übersetzen kann. Großaufträge sind vorhanden — die Umsetzung steht noch aus.
Am 6. Mai veröffentlicht RENK seine Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2026. Das ist der erste konkrete Datenpunkt, der zeigt, ob die ambitionierten Jahresziele auf Kurs liegen. Die Hauptversammlung folgt am 10. Juni.
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