Rheinmetall: 12-Monatstief bei 1.319 Euro

Rheinmetall meldet Produktionsrekorde, während die Aktie auf ein 52-Wochen-Tief fällt. Analysten sehen Kurspotenzial trotz charttechnischer Warnsignale.

Rheinmetall Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie fällt auf neues Jahrestief
  • Rekordproduktion bei Munition und Lkw
  • Bundeswehr bestellt Kamikazedrohnen
  • Quartalszahlen am 7. Mai erwartet

Die Auftragsbücher quellen über, die Fabriken laufen auf Hochtouren. Rheinmetall baut seine Kapazitäten massiv aus. An der Börse spiegelt sich diese Stärke aktuell jedoch nicht wider. Im Gegenteil. Die Aktie rutschte am Freitag auf ein neues 52-Wochen-Tief.

Mit einem Minus von 4,84 Prozent beendete das Papier den Handel bei 1.341,20 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf über 16 Prozent.

Charttechniker warnen vor einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Dieses Muster signalisiert ein mögliches Abwärtsrisiko in Richtung 1.000 Euro. Analysten halten dagegen und sehen das durchschnittliche Kursziel weiterhin oberhalb von 2.000 Euro.

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Operative Stärke im Kontrast

CEO Armin Papperger meldet derweil neue Rekorde. Deutschland habe die USA bei der Kapazität für konventionelle Munition überholt. Rheinmetall steigert den Ausstoß massiv. Die Fertigung von Militär-Lkw klettert von 600 auf 4.500 Einheiten pro Jahr. Bei der Mittelkaliber-Munition verfünffacht sich die Produktion auf vier Millionen Schuss.

Parallel dazu bestellte die Bundeswehr neue Kamikazedrohnen. Ein erster Abruf bringt 300 Millionen Euro ein. Die Auslieferung der Systeme startet im Jahr 2027. Für das laufende Jahr peilt das Management einen Umsatz von 15 Milliarden Euro an.

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Zinsentscheide prägen die Woche

In der neuen Handelswoche dominieren geldpolitische Entscheidungen das Geschehen. Diese Termine können auch die Volatilität bei Rüstungstiteln beeinflussen:

  • Mittwoch: Die US-Notenbank Fed entscheidet über die Leitzinsen.
  • Donnerstag: Die Europäische Zentralbank und die Bank of England folgen.
  • Freitag: Wegen des 1. Mai bleiben die Börsen in weiten Teilen Europas geschlossen.

Unternehmensspezifisch rückt für Rheinmetall der 7. Mai in den Fokus. Dann legt der Vorstand die offiziellen Zahlen für das erste Quartal vor. Dieser Bericht muss belegen, ob die starken operativen Kapazitäten bereits auf die Margen durchschlagen. Fällt das Ergebnis positiv aus, könnte die Unterstützung am aktuellen Jahrestief halten.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.