Die Auftragsbücher quellen über, die Fabriken laufen auf Hochtouren. Rheinmetall baut seine Kapazitäten massiv aus. An der Börse spiegelt sich diese Stärke aktuell jedoch nicht wider. Im Gegenteil. Die Aktie rutschte am Freitag auf ein neues 52-Wochen-Tief.
Mit einem Minus von 4,84 Prozent beendete das Papier den Handel bei 1.341,20 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf über 16 Prozent.
Charttechniker warnen vor einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Dieses Muster signalisiert ein mögliches Abwärtsrisiko in Richtung 1.000 Euro. Analysten halten dagegen und sehen das durchschnittliche Kursziel weiterhin oberhalb von 2.000 Euro.
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Operative Stärke im Kontrast
CEO Armin Papperger meldet derweil neue Rekorde. Deutschland habe die USA bei der Kapazität für konventionelle Munition überholt. Rheinmetall steigert den Ausstoß massiv. Die Fertigung von Militär-Lkw klettert von 600 auf 4.500 Einheiten pro Jahr. Bei der Mittelkaliber-Munition verfünffacht sich die Produktion auf vier Millionen Schuss.
Parallel dazu bestellte die Bundeswehr neue Kamikazedrohnen. Ein erster Abruf bringt 300 Millionen Euro ein. Die Auslieferung der Systeme startet im Jahr 2027. Für das laufende Jahr peilt das Management einen Umsatz von 15 Milliarden Euro an.
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Zinsentscheide prägen die Woche
In der neuen Handelswoche dominieren geldpolitische Entscheidungen das Geschehen. Diese Termine können auch die Volatilität bei Rüstungstiteln beeinflussen:
- Mittwoch: Die US-Notenbank Fed entscheidet über die Leitzinsen.
- Donnerstag: Die Europäische Zentralbank und die Bank of England folgen.
- Freitag: Wegen des 1. Mai bleiben die Börsen in weiten Teilen Europas geschlossen.
Unternehmensspezifisch rückt für Rheinmetall der 7. Mai in den Fokus. Dann legt der Vorstand die offiziellen Zahlen für das erste Quartal vor. Dieser Bericht muss belegen, ob die starken operativen Kapazitäten bereits auf die Margen durchschlagen. Fällt das Ergebnis positiv aus, könnte die Unterstützung am aktuellen Jahrestief halten.
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