Rheinmetall hat einen Drohnenauftrag im Milliardenbereich gewonnen — und der Aktienkurs fällt trotzdem auf ein 52-Wochen-Tief. Der Widerspruch sagt viel über die aktuelle Stimmung gegenüber Rüstungswerten.
Bundeswehr bestellt Loitering-Munition in großem Stil
Am 22. April unterzeichnete das Bundesamt für Ausrüstung der Bundeswehr einen Rahmenvertrag über die FV-014-Loitering-Munition. Der Deckungsbetrag liegt bei rund 2,4 Milliarden Euro. Der erste Abruf umfasst rund 2.500 Einheiten für etwa 300 Millionen Euro brutto. Optional kann die Bundeswehr eine fünfstellige Stückzahl abrufen. Der Haushaltsausschuss hatte dem Vertrag am 15. April zugestimmt.
Die FV-014 — intern „Raider“ genannt — ist eine elektrisch angetriebene Drohne der 20-Kilogramm-Klasse. Sie trägt einen 4-Kilogramm-Gefechtskopf, fliegt bis zu 100 Kilometer weit und hält 70 Minuten in der Luft. Das System funktioniert auch in GPS-gestörten Umgebungen und unterstützt Schwarmoperationen. Rheinmetall fertigt es vollständig in der EU. Die Qualifizierung soll bis September 2026 abgeschlossen sein, erste Lieferungen plant der Konzern für das erste Halbjahr 2027.
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Es ist bereits der dritte Loitering-Vertrag der Bundeswehr in diesem Jahr. Im Februar genehmigte der Haushaltsausschuss Rahmenverträge mit Helsing und STARK — jeweils mit Erstabrufen um 270 Millionen Euro. Die FV-014-Systeme sollen ab 2027 unter anderem die Panzerbrigade 45 in Litauen ausrüsten.
Analysten bullish, Markt skeptisch
Jefferies hat das Kursziel für Rheinmetall auf 2.220 Euro angehoben und die Einstufung „Buy“ bestätigt. Landverteidigungswerte gelten bei der Investmentbank nach dem jüngsten Kursrückgang als besonders attraktiv. Bernstein Research hält an „Outperform“ mit einem Kursziel von 2.050 Euro fest. Berenberg sieht ebenfalls Kaufpotenzial und nennt 2.100 Euro als Ziel.
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Der Markt denkt anders. Die Rheinmetall-Aktie schloss am Freitag bei 1.321,20 Euro — ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat der Kurs rund 17,5 Prozent verloren. Vom Hoch bei knapp 2.000 Euro im September 2025 fehlen mehr als ein Drittel.
Q1-Zahlen als nächster Test
Für das Gesamtjahr 2026 plant Rheinmetall ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent — auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro. Ob der Konzern auf Kurs liegt, zeigt sich am 7. Mai, wenn Rheinmetall die Quartalszahlen für Q1 2026 vorlegt. Bis dahin bleibt die Frage, ob der Drohnenauftrag allein ausreicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen — oder ob der Markt erst handfeste Zahlen sehen will.
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