Der Rüstungsriesen setzt voll auf den nächsten großen Wachstumstreiber: Kampfdrohnen. Mit der Volllast-Produktion in Sardinien demonstriert Rheinmetall, dass die Nachfrage nach moderner Loitering Munition nicht nur theoretisch existiert – sondern bereits heute Aufträge im Wert von über 200 Millionen Euro füllt. Steht der Konzern damit vor der nächsten Kurs-Explosion?

Produktion läuft auf Hochtouren

Die Fertigungsanlagen der Konzerntochter RWM Italia laufen bereits unter Volllast. In Kooperation mit dem israelischen Partner UVision werden dort drei verschiedene HERO-Systeme montiert und getestet:

  • HERO 30 für den Infanterie-Einsatz
  • HERO 120 zur Bekämpfung gepanzerter Ziele
  • HERO 400 für Angriffe auf befestigte Stellungen

Acht verschiedene europäische Kunden – sowohl NATO-Mitglieder als auch Nicht-NATO-Staaten – warten bereits auf ihre Lieferungen. Die Erfahrungen aus aktuellen Konflikten zeigen deutlich: Die militärische Bedeutung dieser schwebenden Waffensysteme wächst rasant.

Analysten bestätigen Aufwärtstrend

Kann der positive Schwung anhalten? Die Zeichen stehen gut. Erst Anfang dieser Woche bestätigte die Investmentbank Jefferies ihre „Buy“-Einstufung für die Rheinmetall-Aktie. Auch die Privatbank Berenberg zeigte sich zuletzt optimistisch und betonte das langfristige Potenzial des Konzerns.

Die aktuellen Kursdaten unterstreichen die beeindruckende Performance:
– Seit Jahresanfang: +220,91%
– In den letzten 12 Monaten: +301,37%
– Nur noch -2,91% vom Allzeithoch bei 1.995 Euro entfernt

Was kommt als nächstes?

All eyes on November! Am 6. November legt Rheinmetall die offiziellen Q3-Zahlen vor, gefolgt vom Capital Markets Day am 18. November. Hier wird der Vorstand die mittelfristigen Ziele detailliert darlegen – und die Kampfdrohnen-Produktion dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen.

Die jüngste operative Meldung zur Produktionssteigerung festigt die positive Grundstimmung im Vorfeld dieser Ereignisse. Die Frage ist nicht ob, sondern wie stark sich dieser Wachstumstreiber in den kommenden Quartalszahlen niederschlagen wird.