Rheinmetall geriet gestern im Sog nachgebender deutscher Rüstungswerte unter Druck. Medienberichten zufolge belasteten Sorgen über die für die erste Novemberhälfte geplanten Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi sowie die bevorstehenden Quartalszahlen den Sektor. Die Aktie verlor 2,0% und schloss bei 1.032,60 €.

Auch RENK, HENSOLDT und TKMS gaben nach. Der Bericht führte den Verkaufsdruck auf das Branchenumfeld zurück, nicht auf eine konkrete Unternehmensmeldung von Rheinmetall.

Erste Caracal-Serienfahrzeuge übergeben

Rheinmetall meldete gestern die Übergabe der ersten Caracal-Serienfahrzeuge an die deutschen und niederländischen Streitkräfte. Nach Unternehmensangaben sollen bis 2030 insgesamt über 1.500 Fahrzeuge geliefert werden.

Rheinmetall Air Defence und Silvus Technologies vereinbarten zudem die Lieferung passiver Hochfrequenzsensoren für das Skynex-Luftverteidigungssystem und die Skymaster-Führungsplattform. Die Sensoren sollen Bedrohungen erkennen, ohne selbst Signale auszusenden.

Am 22. Oktober eröffnete Rheinmetall die UK Gun Hall in Telford. Nach Unternehmensangaben kehrt damit die eigenständige Fertigung großkalibriger Waffen nach Großbritannien zurück. Die Anlage soll 120-mm- und 155-mm-Waffensysteme fertigen.

Bei voller Kapazität soll sie bis zu 245 Rohre pro Jahr herstellen können. Für Verschlüsse nennt Rheinmetall eine jährliche Kapazität von mehr als 50 Stück.

Messeauftritt und Quartalsbericht im November

Gestern kündigte Rheinmetall außerdem seinen Auftritt auf der Euronaval vom 3. bis 6. November 2026 an. Im Mittelpunkt stehen unter anderem das unbemannte Überwasserfahrzeug Kraken K3, das Millennium-Geschütz und das MASS-Täuschkörpersystem.

Für den 5. November 2026 hat Rheinmetall die Veröffentlichung des Berichts über das dritte Quartal 2026 angekündigt. Der Finanzkalender nennt außerdem den 26. bis 27. November 2026 als Termin für den Kapitalmarkttag.