Rheinmetall Aktie: Milliarden-Auftrag für 72 Radhaubitzen

Rheinmetall sichert sich einen britischen Milliardenauftrag für Radhaubitzen, während die Aktie trotz voller Auftragsbücher im Abwärtstrend verharrt.

Rheinmetall Aktie
Kurz & knapp:
  • Milliardenauftrag für mobile Artilleriesysteme
  • Auftragsbestand von rund 73 Milliarden Euro
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 30 Prozent
  • Management erwartet starkes zweites Quartal

Milliardenauftrag aus London, prall gefüllte Auftragsbücher – und trotzdem befindet sich die Aktie in einem steilen Abwärtstrend. Bei Rheinmetall klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Ein neuer Großauftrag für mobile Artilleriesysteme trifft auf einen Markt, der zunehmend nervös auf die Rüstungsbranche blickt.

Großbritannien investiert massiv in die Modernisierung seiner Landstreitkräfte. Den Zuschlag für 72 Radhaubitzen vom Typ RCH 155 erhält die Artec GmbH, ein Joint Venture von Rheinmetall und KNDS. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund eine Milliarde Britische Pfund.

Mit diesem Erwerb schließt die British Army eine Lücke, die durch Waffenlieferungen an die Ukraine entstanden war. Die Fertigung findet größtenteils lokal statt, unter anderem im englischen Rheinmetall-Werk. Das sichert nach offiziellen Angaben mehr als 500 britische Arbeitsplätze. Erste Auslieferungen plant das Bündnis für das Jahr 2028.

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Skepsis am Kapitalmarkt

Am Aktienmarkt verpufft die positive Nachricht weitgehend. Die Rheinmetall-Aktie notiert aktuell bei 1.127,80 Euro und hat damit seit Jahresbeginn knapp 30 Prozent an Wert verloren. Vom Allzeithoch bei 1.995 Euro trennen das Papier mittlerweile Welten.

Ein technischer Faktor drückte den Kurs am Mittwoch zusätzlich ins Minus. Die Aktie wurde mit einem Dividendenabschlag von 11,50 Euro gehandelt. Die Gesamtausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr summiert sich auf fast 370 Millionen Euro.

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Parallel dazu passen Analysten ihre Modelle an. Bernstein Research senkte am Donnerstag das Kursziel von 2.050 auf 1.900 Euro, hält aber an der Einstufung „Outperform“ fest. Analyst Adrien Rabier begründet den Schritt mit einer trüben Anlegerstimmung und der neuen Dynamik des Drohnenkriegs in der Ukraine. Auch schwache Quartalszahlen belasten das Bild.

Fokus auf die Auslieferungen

Das Management blickt indes optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf. Für das zweite Quartal rechnet der Vorstand mit einem deutlichen Wachstumsschub. Das Fundament dafür ist ein gewaltiger Auftragsbestand von rund 73 Milliarden Euro.

Die operative Hürde ist klar definiert. Rheinmetall muss diese Rekordsumme zügig in faktische Auslieferungen und harten Cashflow verwandeln. Gelingt dieser Übergang im angekündigten starken zweiten Quartal, rücken die fundamentalen Treiber der Rüstungsindustrie wieder in den Vordergrund.

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