Neue Großaufträge, laufende Serienproduktion, globale Messepräsenz — und trotzdem notiert die Aktie knapp über ihrem Jahrestief. Bei Rheinmetall klaffen operative Stärke und Börsenstimmung gerade weit auseinander.
Die Bundeswehr hat einen Rahmenvertrag für Loitering-Munition-Systeme des Typs FV-014 unterzeichnet. Der Vertragswert liegt im Milliardenbereich, der erste Abruf umfasst rund 300 Millionen Euro. Erste Auslieferungen sind für 2027 geplant. Parallel dazu startet Rheinmetall die Serienfertigung der Kamikaze-Drohne in Neuss — als Ergänzung zum bestehenden Standort in Braunschweig.
Drohne mit Doppelfunktion
Die FV-014 kombiniert Aufklärung und Wirkung. Mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern und einer Flugdauer von 70 Minuten kann das System Ziele beobachten, bevor es zum Einsatz kommt. Gefertigt wird ausschließlich innerhalb der EU — ein Argument, das in der aktuellen Beschaffungsdebatte politisch Gewicht hat.
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Rheinmetall bewegt sich dabei nicht nur auf der Angriffsseite. Eine angekündigte Kooperation mit der Deutschen Telekom zielt auf einen Drohnen-Schutzschild ab, der Städte und kritische Infrastrukturen sichern soll.
Munition, Lynx und Rumänien
Auf der Verteidigungsmesse BSDA 2026 in Bukarest zeigt der Konzern sein Systemportfolio — von Fahrzeugen über Luftverteidigung bis zu Digitalisierungslösungen. Im Mittelpunkt steht der Schützenpanzer Lynx KF41: Rumänien erwägt die Beschaffung von 298 Fahrzeugen, inklusive lokalem Technologietransfer.
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Bei der Artilleriemunition verfolgt Rheinmetall ambitionierte Ausbauziele. Die Jahreskapazität für 155-mm-Geschosse soll bis 2027 auf 1,1 Millionen Stück steigen, bis 2030 auf 1,5 Millionen. Das entspricht einer erheblichen Erweiterung der heutigen Produktionsbasis.
Starke Auftragslage, schwacher Kurs
Im ersten Quartal 2026 erzielte Rheinmetall einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro, die operative Marge verbesserte sich auf 11,6 Prozent. Das Ergebnis je Aktie blieb hinter den Analystenerwartungen zurück, die Jahresprognose bestätigte das Management dennoch. CEO Armin Papperger erwartet im zweiten Quartal stärkeres Wachstum — getrieben durch Großaufträge im Marine- und Fahrzeugbereich.
An der Börse spiegelt sich dieser Optimismus bislang nicht wider. Die Aktie notiert bei rund 1.129 Euro und damit nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 1.118 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Kurs fast 30 Prozent verloren — obwohl die Auftragsbücher voller werden. Mit einem RSI von über 90 gilt das Papier technisch als stark überkauft, was auf eine mögliche Gegenbewegung hindeutet. Ob der Bundeswehr-Großauftrag den Wendepunkt markiert, hängt auch davon ab, wie schnell das Q2 die angekündigten Volumina liefert.
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