Operative Stärke, schwacher Kurs — bei Rheinmetall klaffen Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Rüstungskonzern meldet gleich zwei Erfolge an völlig unterschiedlichen Fronten. In den USA öffnet sich eine lukrative Tür, während an der Ostsee der Bau neuer Marineschiffe schneller voranschreitet als geplant.
US-Geschäft: Die Hürde ist genommen
Die US-Tochter American Rheinmetall hat einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Alle sechs amerikanischen Fertigungsstandorte besitzen nun die CMMC-Level-2-Zertifizierung. Das Unternehmen implementierte dafür 110 spezifische Cybersicherheitskontrollen.
Diese Freigabe ist weit mehr als ein bürokratischer Akt. Die Zertifizierung wird für neue Ausschreibungen des US-Verteidigungsministeriums zwingend vorausgesetzt. Rheinmetall sichert sich damit den Zugang zu einem Markt, der für europäische Rüstungsunternehmen historisch schwer zu fassen war.
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Tempo an der Ostsee und volle Bücher
Parallel dazu drückt die Marine-Sparte aufs Tempo. Auf der Peene-Werft in Wolgast fiel Mitte April der Startschuss für das dritte Flottendienstboot der Klasse 424. Der Brennbeginn erfolgte deutlich vor dem eigentlichen Zeitplan. Die 130 Meter langen Schiffe dienen der Bundeswehr künftig der seegestützten Informationsgewinnung.
Dieses operative Tempo spiegelt sich in den Prognosen wider. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand einen Konzernumsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro an. Die operative Marge soll dabei auf rund 19 Prozent klettern. Besonders stark: 91 Prozent des anvisierten Umsatzes sind bereits durch feste Aufträge abgedeckt.
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Die Aktie hinkt hinterher
An der Börse verpuffen diese Nachrichten bislang. Die Rheinmetall-Aktie ging am Freitag bei 1.502,00 Euro aus dem Handel und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von gut sechs Prozent. Der Kurs notiert fast 25 Prozent unter dem Rekordhoch.
Damit bleibt das Papier technisch angeschlagen. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt aktuell elf Prozent. Auch kurzfristigere Trendlinien wie die 50-Tage-Linie sind momentan außer Reichweite.
In den kommenden Wochen rückt das Unternehmen weiter ins Rampenlicht. Ab dem 20. April präsentiert sich Rheinmetall auf der Hannover Messe mit einem Fokus auf KI und autonome Systeme. Am 12. Mai folgt dann die Hauptversammlung in Düsseldorf. Dort steht eine deutlich erhöhte Dividende von 11,50 Euro je Aktie zur Abstimmung.
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