Die Bundeswehr öffnet erneut die Kassen für Rheinmetall und plant die Beschaffung von Kamikazedrohnen für knapp 2,4 Milliarden Euro. Der Rahmenvertrag für das System „Raider“ verspricht einen weiteren massiven Schub für den ohnehin prall gefüllten Auftragsbestand des Rüstungskonzerns. Allerdings ist die endgültige Freigabe der Gelder an eine strikte technische Bedingung geknüpft, die das Projekt noch verzögern könnte.
Erstauftrag für die Panzerbrigade
Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll in dieser Woche über das Beschaffungsprojekt entscheiden. In einem ersten Schritt winkt Rheinmetall ein Festauftrag über knapp 300 Millionen Euro. Dafür liefert der Konzern rund 2.500 Loitering-Munition-Drohnen des Typs FV-014, Bodenstationen und Simulatoren.
Diese Lenkwaffen, die zunächst über dem Zielgebiet kreisen und nach Zuweisung durch Bodentruppen selbstständig angreifen, sollen primär die neue deutsche Panzerbrigade 45 in Litauen schützen. Das System ist für Entfernungen bis zu 100 Kilometer ausgelegt und soll dank optischer Sensoren auch in störanfälligen Umgebungen zielgenau funktionieren.
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Die technische Hürde bis 2027
Der Abruf des vollen Volumens von 2,387 Milliarden Euro ist keineswegs garantiert. Die Bundeswehr macht die Festbeauftragung davon abhängig, dass die Munition bis spätestens April 2027 eine erfolgreiche Qualifikation durchläuft. Dieses Detail wiegt schwer, da die Rheinmetall-Drohnen bei früheren Tests laut Insiderberichten nicht die gewünschten Ergebnisse lieferten und der Auftrag zwischenzeitlich zurückgestellt wurde.
Zudem dürften parlamentarische Bedenken hinsichtlich Transparenz und Kostenaufteilung dazu führen, dass der Rahmenvertrag durch den Haushaltsausschuss vorerst auf eine Milliarde Euro gedeckelt wird.
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Auftragsbestand auf Rekordniveau
Unabhängig von den Hürden beim Drohnen-Deal wächst das finanzielle Polster des Düsseldorfer Konzerns weiter. Nach Großbestellungen für Artilleriemunition und Kommunikationsnetzwerke beläuft sich der Auftragsbestand mittlerweile auf den Rekordwert von 63,8 Milliarden Euro. Das Management peilt für das laufende Jahr 2026 ein Umsatzwachstum auf bis zu 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent an.
Der nächste fundamentale Prüfstein für das Unternehmen folgt am 7. Mai mit der Vorlage der Erstquartalszahlen. Dabei wird sich zeigen müssen, ob sich die jüngsten Vertragsabschlüsse bereits positiv in den Margen und Cashflows niederschlagen oder ob Lieferketten und Produktionskapazitäten zum Engpass bei der Abarbeitung des Rekordbestands werden.
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