Rheinmetall hat am Freitag im Umfeld geplanter Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi 2,0% verloren. Medienberichten zufolge galten die geplanten Gespräche als Stimmungsfaktor für den deutschen Rüstungssektor; auch RENK, HENSOLDT und TKMS gaben nach. Eine konkrete Unternehmensmeldung, die den Rückgang erklärte, wurde in dem Bericht nicht genannt.
Ermittlungen nach Brand in Calden
Nach dem Brand auf einer Rheinmetall-Baustelle am Flughafen Kassel-Calden prüft die Polizei ein im Internet veröffentlichtes mutmaßliches Bekennerschreiben. Darüber berichtete dpa-AFX gestern. Die Echtheit des Schreibens wird noch untersucht; die Polizei berücksichtigt es bei ihren Ermittlungen.
In der Nacht zum Freitag waren auf der Baustelle drei Baumaschinen ausgebrannt. Die Polizei ermittelt wegen mutmaßlicher Brandstiftung und prüft ein mögliches politisches Motiv. Rheinmetall will auf dem Gelände Logistik- und Drohnenbereiche ansiedeln.
Auslieferungen und Ausbau der Fertigung
Rheinmetall meldete am Freitag die Übergabe erster Caracal-Serienfahrzeuge an die deutschen und niederländischen Streitkräfte. Die Mitteilung betrifft damit den Beginn der Serienauslieferungen an beide Abnehmer.
Am 22. Oktober eröffnete Rheinmetall in Telford die UK Gun Hall. Nach Angaben des Unternehmens kehrt damit die eigenständige Fertigung großkalibriger Waffen nach Großbritannien zurück.
Vor rund zwei Wochen erhielten Rheinmetall und MSC nach einer Auktion den Zuschlag für die gemeinsame Übernahme der rumänischen Mangalia-Werft. Den gemeinsam zu zahlenden Kaufpreis bezifferte Rheinmetall auf rund 138 Mio. Euro.
Der nächste bestätigte Berichtstermin ist der 5. November: Rheinmetall plant dann die Veröffentlichung seiner Quartalsmitteilung für Q3 2026. Sie umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2026.
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