Rheinmetall geriet gestern im Sog schwacher deutscher Rüstungswerte unter Druck und verlor 2,0%. Medienberichten zufolge belasteten das Marktumfeld und die Sorge um mögliche Friedensgespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA den Sektor. Der Bericht nannte keine Unternehmensmeldung von Rheinmetall als Auslöser der Kursverluste, sondern ordnete die Bewegung dem branchenweiten Umfeld zu.

Zusätzlicher Auftrag und niedrigeres Kursziel

Zum Unternehmenshintergrund gehört der am Donnerstag gemeldete zusätzliche Auftrag für das Gemeinschaftsunternehmen Artec von Rheinmetall und KNDS Deutschland. Nach Angaben von Rheinmetall beauftragte die OCCAR das Unternehmen mit weiteren 69 Schakal-Radschützenpanzern. Davon sind 35 Fahrzeuge für die Bundeswehr vorgesehen.

Die niederländischen Streitkräfte sollen 34 Fahrzeuge aus diesem Auftrag erhalten. Mit der zusätzlichen Bestellung steigt die Gesamtzahl der auszuliefernden Schakal-Radschützenpanzer auf 291. Die Aufteilung des Auftrags betrifft damit sowohl die deutschen als auch die niederländischen Streitkräfte.

Deutsche Bank Research senkte am Dienstag das Kursziel für Rheinmetall von 1.800 auf 1.650 Euro. Die Analysten bestätigten zugleich ihre Einstufung „Buy“: Die niedrigere Zielmarke ging damit nicht mit einer Änderung des Kaufvotums einher.

Ermittlungen nach Brand auf Baustelle

Abseits der Auftrags- und Analystenmeldungen wurde gestern über einen Brand auf einer Baustelle am Flughafen Kassel-Calden berichtet. Dort brannten drei Baumaschinen. Medienberichten zufolge vermutet die Polizei Brandstiftung; der Staatsschutz ermittelt auch wegen eines möglichen politischen Motivs. Ein politischer Hintergrund ist damit Gegenstand der Ermittlungen, nicht deren bestätigtes Ergebnis.

Der nächste bestätigte Termin im Unternehmenskalender ist die Veröffentlichung der Quartalszahlen für das dritte Quartal am 5. November 2026. Der Termin wurde auch im Bericht über die deutschen Rüstungswerte genannt.