Goldman Sachs hat Rheinmetall auf seine „Conviction List“ gesetzt — die Liste der aussichtsreichsten Aktien weltweit. Einen Tag später drücken Trumps Drohungen eines NATO-Austritts die Euphorie wieder etwas. Ein typisches Bild für eine Aktie, die zwischen strukturellem Rückenwind und politischer Unsicherheit pendelt.
Der Mittwoch gehörte den Bullen: Ein Plus von fast zehn Prozent auf rund 1.582 Euro katapultierte die Aktie nach oben. Neben dem Goldman-Impuls trug auch eine Präsentation von Konzernchef Armin Papperger zur Stimmungsaufhellung bei. Kepler-Analyst Michael Raab wertete den Auftritt als Bestätigung der positiven Anlagestory — Papperger hatte detailliert die Wachstumschancen und die Kompetenz zu ihrer Umsetzung dargelegt.
Goldman sieht Rheinmetall als Branchenprimus
Das Kursziel von Goldman-Analyst Sam Burgess liegt bei 2.300 Euro — deutlich über dem aktuellen Niveau von rund 1.559 Euro. Seine These: Rheinmetall ist nach drei Dekaden vernachlässigter Verteidigungsinvestitionen in Europa optimal positioniert. Das Unternehmen verfüge über das richtige Länder-Engagement und den passenden Produktmix, um von den größten Rüstungslücken des Kontinents zu profitieren.
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Der Konsens der Analysten stützt diese Einschätzung. Das durchschnittliche Kursziel aus 64 Einschätzungen liegt bei 2.131 Euro, das niedrigste bei 1.700 Euro.
NATO-Risiko: Belastung mit Ablaufdatum?
Am Donnerstag sorgen Trumps Aussagen zu einem möglichen NATO-Rückzug für Gegenwind. Deutsche-Bank-Analyst Christophe Menard ordnet das Szenario nüchtern ein: Ein US-Austritt würde europäische Staaten zwar zu höheren Ausgaben und weniger Abhängigkeit von US-Waffen treiben — was Rheinmetall strukturell nützen würde. Allerdings dürfte Trump im US-Kongress für einen solchen Schritt kaum eine Mehrheit finden.
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Der kurzfristige Abwärtstrend, der im Januar begann, ist damit noch nicht gebrochen. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro liegt die Aktie noch rund 22 Prozent im Minus.
Zwei wichtige Termine im Mai
Konkrete Katalysatoren stehen bereits im Kalender. Am 7. Mai 2026 präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal — Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn von 39,53 Euro je Aktie. Fünf Tage später, auf der Hauptversammlung am 12. Mai in Düsseldorf, soll eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie beschlossen werden. Das läge spürbar über den zuvor erwarteten 10,54 Euro und wäre ein weiteres Signal, dass die Fundamentaldaten trotz Kurskorrektur intakt sind.
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