Der Rüstungskonzern Rheinmetall legt heute seine Bilanz für das Jahr 2025 vor und steht damit vor einem wichtigen Test. Nach der milliardenschweren Übernahme der Werftengruppe NVL hat sich das Unternehmen vom reinen Zulieferer zum maritimen Komplettanbieter gewandelt. Doch kann die neue Strategie auch die hohen Erwartungen der Investoren erfüllen?
Transformation zum Komplettanbieter
Mit dem am 1. März vollzogenen Kauf der Naval Vessels Lürssen (NVL) bricht in Düsseldorf eine neue strategische Phase an. Rheinmetall baut künftig als Generalunternehmer komplette Kriegsschiffe wie Fregatten und Korvetten. Damit erschließt sich der Konzern ein geschätztes Auftragspotenzial von bis zu 13 Milliarden Euro. Neben dieser Neuausrichtung blicken Marktbeobachter heute vor allem auf die operativen Ziele für das abgelaufene Jahr. Das Management hatte ein Umsatzwachstum von 30 bis 35 Prozent bei einer operativen Marge von bis zu 19 Prozent in Aussicht gestellt. Die soliden Zahlen der ersten neun Monate bildeten hierfür eine vielversprechende Basis.
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Um die Effizienz in den verbleibenden Geschäftsbereichen zu steigern, wurde zudem die Konzernstruktur angepasst. Die bisherige Sparte Electronic Solutions ist seit Jahresbeginn in die Bereiche Luftverteidigung und Digitalisierung aufgeteilt, um gezielter auf die steigende Nachfrage reagieren zu können.
Prognose dämpft die Euphorie
Für das laufende Jahr 2026 peilt der Konzern inklusive der neuen Marinesparte einen Umsatz von 15 bis 16 Milliarden Euro an. Ohne die NVL-Beiträge lag die Prognose mit rund 13,6 Milliarden Euro jedoch unter den Markterwartungen, die teils deutlich über 14 Milliarden Euro angesiedelt waren. Diese verhaltene Aussicht führte in Kombination mit dem formellen Abschluss der Werften-Übernahme zu klassischen Gewinnmitnahmen.
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Die Aktie gab in der Folge nach und schloss gestern bei 1.637,50 Euro. Damit notiert das Papier aktuell knapp 18 Prozent unter seinem im vergangenen September markierten 52-Wochen-Hoch von 1.995,00 Euro. Auch charttechnisch hat sich das Bild kurzfristig eingetrübt, da der Kurs derzeit rund fünf Prozent unterhalb der viel beachteten 200-Tage-Linie verläuft.
Um diesen Abwärtstrend zu stoppen, muss das Management nun konkrete Wege aufzeigen, wie der massive Auftragsbestand von fast 64 Milliarden Euro zeitnah und profitabel abgearbeitet wird. Gelingt die nahtlose Integration der neuen Werftensparte und bestätigt der heutige Geschäftsbericht die anvisierte EBIT-Marge von bis zu 20 Prozent für das laufende Jahr, besitzt die Aktie das fundamentale Fundament für eine nachhaltige Rückkehr über die wichtigen Durchschnittslinien.
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