Rigetti erlebt derzeit einen schmerzhaften Abverkauf. Die Aktie des Quantencomputer-Spezialisten verlor allein am letzten Handelstag mehr als sieben Prozent. In den vergangenen 30 Tagen summiert sich das Minus auf etwa 30 Prozent.
Der Grund liegt weniger beim Unternehmen selbst. Vielmehr schichten Investoren massiv Kapital aus spekulativen Technologie-Sektoren um. Diese Markt-Rotation trifft frühe Wachstumsphasen derzeit besonders hart.
TangleLab als operativer Lichtblick
Operativ lieferte Rigetti zuletzt positive Signale. Das Unternehmen weitete die Zusammenarbeit mit Hewlett Packard Enterprise und dem Pittsburgh Supercomputing Center aus. Gemeinsam bauen die Partner ein neues Hybrid-Testfeld namens TangleLab.
Die National Science Foundation fördert das Projekt mit fünf Millionen Dollar. Rigetti integriert sein 9-Qubit-System Novera in eine klassische Hochleistungs-Rechenumgebung. Das soll die Forschung für öffentliche Einrichtungen beschleunigen.
Milliarden-Polster im Fokus
Im August 2026 folgen die Zahlen zum zweiten Quartal. Analysten erwarten einen Umsatz von etwa 5,1 Millionen Dollar. Im Vorquartal überraschte Rigetti bereits mit einem Erlösplus von fast 200 Prozent.
Trotz operativer Verluste verfügt der Konzern über ein komfortables Finanzpolster. Ende März verfügte Rigetti über 569 Millionen Dollar in bar und kurzfristigen Anlagen. Schulden hat das Unternehmen derzeit keine.
Dieses Polster sichert die Entwicklung des nächsten großen 108-Qubit-Systems ab. Technisch nähert sich der Kurs mit 11,87 Euro nun seinem Jahrestief von 11,00 Euro. Die Investmentbank Benchmark stufte das Papier jüngst auf „Strong Buy“ hoch.
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