Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto hat gestern seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und die Anleger zeigten sich überzeugt. Die in London notierte Aktie legte um 3,84 Prozent auf 73,89 Pfund zu. Der Konzern profitiert von höherer Produktion und strikter Kostenkontrolle, während gleichzeitig die strategische Neuausrichtung auf Kupfer Fahrt aufnimmt.
Der Umsatz kletterte im Geschäftsjahr 2025 um 7,4 Prozent auf 57,64 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten um 1,33 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 6,69 Dollar – ebenfalls leicht über den Prognosen. Besonders bemerkenswert: Das operative Ergebnis (EBITDA) sprang um 9 Prozent auf 25,36 Milliarden Dollar nach oben.
Gewinn sinkt – doch das täuscht
Auf den ersten Blick wirkt der Gewinnrückgang irritierend: Der Vorsteuergewinn fiel von 15,62 Milliarden auf 14,57 Milliarden Dollar, das Nachsteuerergebnis sank sogar um 14 Prozent auf 9,97 Milliarden Dollar. Doch die Detailbetrachtung offenbart ein differenzierteres Bild. Das bereinigte Ergebnis blieb mit 10,88 Milliarden Dollar praktisch stabil – die Abweichung beim Gesamtgewinn dürfte vor allem auf Sondereffekte und Bewertungsanpassungen zurückzuführen sein.
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Entscheidender für die Bewertung der operativen Stärke: Der Konzern steigerte die Eisenerzproduktion auf 342 Millionen Tonnen. Noch bemerkenswerter fällt die Kupferproduktion aus, die um satte 11 Prozent auf 883.000 Tonnen zulegte. Konzernchef Simon Trott macht deutlich, wohin die Reise geht: Rio Tinto will bis 2030 ein jährliches Produktionswachstum von 3 Prozent erreichen – gemessen in Kupferäquivalent.
Kupfer rückt ins Zentrum
Die strategische Verschiebung hin zum roten Metall ist kein Zufall. Kupfer gilt als unverzichtbarer Rohstoff für die Energiewende, für Elektromobilität und die Elektrifizierung ganzer Volkswirtschaften. Trott betont, dass die laufenden strukturellen Kostenverbesserungen höhere Margen und Cashflows ermöglichen werden. Mit einer Pipeline, die auf Kupfer fokussiert ist, sieht der CEO klare Wachstumsperspektiven bis weit in die nächste Dekade.
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Für 2026 peilt Rio Tinto Eisenerzverkäufe zwischen 343 und 366 Millionen Tonnen an. Bei Kupfer rechnet der Konzern mit einer Produktion zwischen 800.000 und 870.000 Tonnen – das wäre am oberen Ende sogar leicht unter dem Vorjahreswert, was auf natürliche Schwankungen im Minenbetrieb hindeutet.
Dividende lockt Anleger
Die Aktionäre dürfen sich über eine deutlich erhöhte Ausschüttung freuen. Details zur konkreten Dividendenhöhe nannte der Konzern zwar noch nicht, doch angesichts des starken Cashflows und der Unternehmenshistorie dürfte die Dividende auf Rekordniveau liegen. Die Kombination aus solider operativer Performance, strategischer Klarheit und attraktiver Ausschüttung macht Rio Tinto für einkommensorientierte Investoren interessant.
Ein Risiko bleibt allerdings: Die Abhängigkeit von Rohstoffpreisen. Sollten Kupfer- oder Eisenerznotierungen deutlich nachgeben, würde das die Margen belasten. Zudem hängt die Wachstumsstory stark davon ab, ob die Energiewende tatsächlich im erwarteten Tempo voranschreitet.
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