Ein 15 Jahre währender Rechtsstreit um eines der lukrativsten Eisenerzvorkommen der Welt ist beendet. Der Supreme Court in Westaustralien hat entschieden, dass Rio Tinto und sein Joint-Venture-Partner Hancock Prospecting künftig Millionen an Lizenzgebühren nachzahlen müssen. Das Urteil trifft den Bergbaukonzern inmitten einer massiven Kursrally.
Im Zentrum des Konflikts steht das Hope Downs-Projekt in der Pilbara-Region. Die Erben der ehemaligen Geschäftspartner von Lang Hancock – dem Vater der heutigen Milliardärin Gina Rinehart – hatten auf eine Beteiligung an den Erlösen geklagt. Das Gericht gab den Familien Wright und Rhodes nun recht. Rio Tinto haftet als Betreiber gesamtschuldnerisch für die ausstehenden und künftigen Zahlungen. Die genaue Endsumme wird in einem separaten Verfahren ermittelt. Schätzungen von Hancock Prospecting belaufen sich jedoch auf jährliche Belastungen von rund 14 Millionen Australischen Dollar für Wright Prospecting und weitere 4 Millionen Dollar für DFD Rhodes.
Robustes operatives Fundament
Den Anlegern scheint die juristische Niederlage vorerst wenig auszumachen. Die Rio Tinto Aktie markierte am Mittwoch mit 104,34 Euro exakt ihr 52-Wochen-Hoch und notiert damit gut 106 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dieser Optimismus stützt sich auf starke Produktionszahlen. Im vierten Quartal steigerte der Konzern seine Eisenerzlieferungen aus der Pilbara-Region im Jahresvergleich um sieben Prozent. Parallel dazu kletterte die Aluminiumproduktion dank verbesserter Raffinerie- und Schmelzprozesse um zwei Prozent.
Expansion bei Batteriemetallen
Neben dem Kerngeschäft treibt der Konzern den Ausbau kritischer Mineralien voran. Für das Rincon-Lithiumprojekt in Argentinien sicherte sich Rio Tinto kürzlich ein Finanzierungspaket über 1,175 Milliarden US-Dollar. Ab 2028 sollen dort jährlich rund 60.000 Tonnen batteriefähiges Lithiumcarbonat gefördert werden. Im kanadischen Quebec entsteht derweil eine Pilotanlage zur Gallium-Gewinnung aus dem Aluminium-Raffinerieprozess, die 2027 den Betrieb aufnehmen soll. Für das Jahr 2026 plant das Management eine Kupferproduktion zwischen 800.000 und 870.000 Tonnen.
Mit dem Gerichtsurteil herrscht nun juristische Klarheit über die Kostenstruktur des Hope Downs-Projekts. Die anstehende Festlegung der genauen Nachzahlungen im Folgeprozess wird die Bilanz zwar belasten, trifft den Konzern aber in einer Phase hoher operativer Cashflows. Die anhaltende Stärke bei den Eisenerz-Volumina und der zügige Ausbau der Lithium-Kapazitäten bilden das Fundament für die aktuelle Bewertung am Allzeithoch.
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