Die Rio Tinto Aktie geriet am Donnerstag unter Druck und verlor rund 1 Prozent an den Börsen in Sydney und Hongkong. Interessanterweise kam dieser Kursrückgang ausgerechnet an einem Tag, an dem das Unternehmen über seinen Partner Midland Exploration bedeutende Bohrergebnisse aus dem kanadischen Lithium-Projekt Galinée melden konnte.
Neue Lithiumfunde im Galinée-Projekt
Midland Exploration, das in Partnerschaft mit Rio Tinto Exploration Canada (RTEC) arbeitet, präsentierte am 8. Januar 2026 beachtliche Resultate aus der Bohrkampagne 2025. Insgesamt wurden 23 zusätzliche Bohrlöcher niedergebracht, wobei Bohrung TLIB0051 mit 1,14% Li₂O über 30,59 Meter und eingeschlossenen 1,77% Li₂O über 18,39 Meter überzeugte. Auch TLIB0044 lieferte solide Werte von 0,53% Li₂O über 22,90 Meter.
Neben Lithium stieß das Team auf hochgradige Cäsium-Mineralisierung – ein seltener Nebenfund. Bohrloch TLIB0006 durchschnitt beeindruckende 9,15% Cs₂O über 6,40 Meter. Zudem identifizierten die Geologen unerwartet Goldmineralisierung mit bis zu 8,8 g/t Au über 1,03 Meter in Bohrung TLIB0049.
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Rio Tinto reduziert Engagement
Die Erfolgsmeldung hatte jedoch einen bitteren Beigeschmack: RTEC teilte Midland mit, dass es neun Projekte aus dem Optionsabkommen ausschließen und vollständig an Midland zurückgeben wird. Immerhin zahlte Rio Tinto die verbleibenden vereinbarten Barzahlungen in Höhe von 487.500 Dollar.
Das Galinée-Projekt liegt etwa 5 Kilometer östlich der Adina-Lagerstätte von Winsome Resources, die konsolidierte Mineralressourcen von 61,4 Millionen Tonnen mit 1,14% Li₂O (angezeigt) und 16,5 Millionen Tonnen mit 1,19% Li₂O (abgeleitet) aufweist. Die 2024er Bohrkampagne mit 28 Bohrlöchern hatte bereits vielversprechende Ergebnisse von bis zu 1,38% Li₂O über 37,86 Meter geliefert.
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Handelsspannungen belasten asiatische Märkte
Doch der Kursrückgang bei Rio Tinto hatte weniger mit den Bohrergebnissen zu tun als mit der allgemeinen Marktschwäche. In Sydney und Hongkong gerieten Rohstoffwerte unter Verkaufsdruck, nachdem sich die Handelsspannungen zwischen Japan und China verschärft hatten. China weitete seine Exportkontrollen aus und leitete Untersuchungen gegen japanische Importe ein – konkret gegen die Chemikalie Dichlorosilan, die in der Halbleiterindustrie verwendet wird.
Die australischen Handelsdaten für November zeigten zudem einen rückläufigen Handelsüberschuss aufgrund sinkender Exporte – ein ungünstiges Umfeld für Bergbaukonzerne wie Rio Tinto und BHP, die beide rund 1 Prozent nachgaben.
Trotz positiver Projektnachrichten aus Kanada bleibt die Rio Tinto Aktie damit vorerst im Sog der geopolitischen Unsicherheiten und schwächelnden Rohstoffmärkte gefangen.
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