Rio Tinto verstärkt seine Position im globalen Aluminium-Markt durch einen strategischen Schachzug in Brasilien. Gemeinsam mit dem chinesischen Partner Chalco hat der Bergbaukonzern am 29. Januar 2026 eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Votorantims 68,596%-Mehrheitsbeteiligung an Companhia Brasileira de AlumÃnio (CBA) unterzeichnet.
Die Transaktion bewertet Votorantims Anteil mit rund 902,6 Millionen US-Dollar, wobei Rio Tinto über ein Joint Venture mit 33% Beteiligung etwa 297,8 Millionen US-Dollar aufbringt. Der gebotene Preis von 10,50 Real je Aktie bedeutet einen Aufschlag von 21,2% gegenüber dem 20-Tage-Durchschnittskurs vor Vertragsunterzeichnung.
Zugriff auf 100% erneuerbare Energieversorgung
CBA bringt eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette mit – von drei Bauxitminen mit zwei Millionen Tonnen Jahresförderung über eine Raffinerie mit 0,8 Millionen Tonnen Kapazität bis hin zu einem Aluminiumwerk mit 0,4 Millionen Tonnen sowie Recycling-Anlagen. Das Kronjuwel: ein Portfolio von 1,6 Gigawatt erneuerbarer Energieerzeugung durch 21 Wasserkraftwerke und Windkomplexe.
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Die Anlage im brasilianischen São Paulo läuft zu 100% mit erneuerbarem Strom – ein entscheidendes Asset in Zeiten steigender Nachfrage nach CO2-armem Aluminium. Jérôme Pécresse, Chef von Rio Tintos Aluminium-Sparte, bezeichnet den Schritt als strategisch für die Expansion in schnell wachsenden Märkten der Atlantikregion.
Pflichtangebot und mögliches Delisting folgen
Nach Abschluss der Transaktion, der noch aufsichtsrechtliche Genehmigungen erfordert, wird das Joint Venture ein gesetzlich vorgeschriebenes Pflichtangebot für die restlichen CBA-Aktien vorlegen. Parallel erwägt man ein Delisting-Angebot, wobei die endgültige Entscheidung erst nach Transaktionsabschluss fallen soll.
Die Übernahme erfolgt in einem Umfeld, in dem der Wettbewerber Glencore am 29. Januar 2026 einen 11%-Rückgang seiner Kupferproduktion für 2025 meldete – auf 851.600 Tonnen. Während bei Glencore Spekulationen über ein mögliches Übernahmeangebot von Rio Tinto bis 5. Februar 2026 kursieren, setzt Rio Tinto mit CBA auf die Diversifikation seines Portfolios im Bereich klimafreundlicher Metalle.
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