Ein Plus von knapp 38 Prozent in nur 30 Tagen. Rio Tinto notiert mit 104,84 Euro hauchdünn unter seinem 52-Wochen-Hoch. Der Grund für die Rallye liegt tief unter der mongolischen Steppe. Der Bergbaukonzern profitiert massiv von seinem strategischen Schwenk hin zu Kupfer und Batteriemetallen.
Im ersten Quartal 2026 steigerte das Unternehmen die kupferäquivalente Produktion um neun Prozent. Insgesamt förderte Rio Tinto 229.000 Tonnen des Industriemetalls. Der wichtigste Treiber war die Untertagemine Oyu Tolgoi in der Mongolei. Dort schoss die Produktion von Kupferkonzentrat um mehr als die Hälfte nach oben.
Parallel dazu greifen interne Effizienzprogramme. CEO Simon Trott meldete den Abschluss der ersten Phase eines Sparprogramms. Dieses bringt dem Konzern jährliche Produktivitätsgewinne im Wert von 650 Millionen US-Dollar. Die Strategie soll globale Lieferketten robuster machen und die Inflation abfedern.
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Wetterkapriolen bremsen Eisenerz und Lithium
Weniger reibungslos lief es in den traditionellen Kernsparten. Zwei tropische Wirbelstürme kosteten Rio Tinto in der westaustralischen Pilbara-Region rund acht Millionen Tonnen an Eisenerz-Verschiffungen. Das Management geht davon aus, etwa die Hälfte dieses Ausfalls in den kommenden Monaten aufzuholen. Die Jahresprognose für das Segment bleibt bestehen.
Auch im Lithium-Geschäft bremste das Wetter. Starke Regenfälle in Argentinien drückten die Quartalsproduktion auf 12.700 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent. Das entspricht einem Rückgang von gut einem Viertel zum Vorjahr. Die Jahresziele von mindestens 61.000 Tonnen tastet der Vorstand nicht an. Neue Projekte wie Fenix 1B und Sal de Vida sind mechanisch fertiggestellt und sollen im zweiten Halbjahr anlaufen.
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Kapital fließt in die Energiewende
Der Kapitalmarkt honoriert den Fokus auf Metalle der Energiewende. Die Aktie hat sich mit einem Aufschlag von fast 55 Prozent weit von ihrer 200-Tage-Linie abgesetzt. Institutionelle Investoren schichten zunehmend in Bergbauwerte mit hoher Kupfer-Gewichtung um. Das Metall gilt als Nadelöhr für den Ausbau grüner Infrastruktur.
Um diese Position auszubauen, erhöhte das Unternehmen die Ausgaben für Exploration im abgelaufenen Quartal auf 180 Millionen US-Dollar. Im zweiten Halbjahr rücken nun die großen Wachstumsprojekte in den Fokus. In Arizona haben die Bohrarbeiten am Resolution-Kupferprojekt begonnen. In Guinea verbuchte das SimFer-Projekt im April die ersten Verkäufe von hochgradigem Eisenerz.
Am 6. Mai 2026 stellen sich Vorstand und Aufsichtsrat auf den parallel stattfindenden Hauptversammlungen in London und Perth den Aktionären. Dort steht eine neue Vergütungsstruktur zur Abstimmung, die Manager-Boni stärker an langfristige Produktivitätsziele koppeln soll.
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