Rio Tinto: Übernahmeuhr tickt – Norwegen stockt auf

Der norwegische Staatsfonds Norges Bank hat seine Beteiligung an Rio Tinto erhöht, während der Bergbauriese bis zum 5. Februar ein Übernahmeangebot für Glencore vorlegen muss.

Rio Tinto Aktie
Kurz & knapp:
  • Norwegens Staatsfonds stockt Rio-Tinto-Anteil auf
  • Britische Übernahmeregel setzt knappe Deadline
  • Spekulationen über Mega-Fusion mit Glencore
  • Entscheidung könnte Bergbaubranche prägen

Die Spannung steigt. Während die Börse noch über eine mögliche Mega-Fusion zwischen Rio Tinto und Glencore spekuliert, läuft im Hintergrund eine ganz andere Uhr: Die britischen Übernahmeregeln setzen Rio Tinto eine knallharte Deadline. Bis zum 5. Februar 2026 um 17:00 Uhr muss der Bergbauriese Farbe bekennen – entweder ein konkretes Übernahmeangebot für Glencore vorlegen oder die Gespräche offiziell beenden.

Doch das ist nicht alles. Während die Führungsetagen in London und der Schweiz verhandeln, mischt sich ein weiterer Großaktionär ins Spiel: Norwegens Staatsfonds Norges Bank hat am 9. Januar seine Position in Rio Tinto deutlich ausgebaut.

Norwegen setzt auf Rio Tinto

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Norges Bank hält nun 2,22% an Rio Tinto plc – insgesamt 27,79 Millionen Aktien im Wert von mehreren Milliarden. Am 9. Januar kaufte der norwegische Staatsfonds weitere 70.926 Aktien zum Preis von 60,35 Pfund pro Stück. Bei Rio Tinto Limited, der australischen Schwestergesellschaft, stockte Norwegen ebenfalls auf: 2.800 Aktien zu 144,77 australischen Dollar.

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Für Beobachter ist das Timing bemerkenswert. Mitten in den hitzigen Übernahmegesprächen mit Glencore baut einer der größten institutionellen Investoren der Welt seine Position aus. Ein Vertrauensbeweis? Oder die Wette auf einen lukrativen Deal?

Fusionsspekulation treibt den Kurs

Die Meldung über mögliche Fusionsgespräche zwischen Rio Tinto und Glencore hatte die Börsenwoche dominiert. Sollte der Deal zustande kommen, würde ein Bergbau-Koloss mit gewaltiger Marktmacht entstehen – und Konkurrenten wie BHP unter Druck setzen.

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Doch jetzt zwingt das britische Börsenrecht Rio Tinto zum Handeln. Die sogenannte „Put up or shut up“-Regel lässt keine Zeit für endlose Verhandlungen. Entweder Rio Tinto legt bis Anfang Februar ein bindendes Angebot vor, oder die Gespräche sind vom Tisch – zumindest für die nächsten sechs Monate.

Die Aktionäre stehen Gewehr bei Fuß. Der norwegische Staatsfonds hat seine Karten bereits auf den Tisch gelegt. Was Rio Tintos Management jetzt entscheidet, könnte die Zukunft der gesamten Bergbaubranche prägen.

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