Starke US-Konjunkturdaten haben den Euro zum Wochenausklang spürbar belastet. Im New Yorker Handel fiel die Gemeinschaftswährung auf 1,1139 Dollar zurück, nachdem sie im frühen Handel noch über der Marke von 1,12 Dollar notiert hatte. Ursache für den Rücksetzer sind überraschend solide Arbeitsmarktzahlen aus den USA, die Spekulationen auf eine Zinsanhebung der Federal Reserve im Dezember neu entfachen.
Überraschende Stärke am Arbeitsmarkt
Der amerikanische Jobmotor lief im Oktober wieder deutlich runder. Die Beschäftigung legte spürbar zu, während die Arbeitslosenquote sank. Die Stundenlöhne stiegen so kräftig wie seit Jahresbeginn nicht mehr. Das beendete den Dämpfer aus dem Vormonat September, als die Entwicklung noch enttäuscht hatte.
Parallel dazu hellte sich auch die Stimmung der US-Verbraucher im November auf. Ein stabiler Arbeitsmarkt gepaart mit kauffreudigen Konsumenten stützt die US-Wirtschaft. An den Finanzmärkten rechnen Marktbeobachter deshalb wieder überwiegend damit, dass die Fed die geldpolitischen Zügel anziehen könnte.
Zinsfantasie stützt den Dollar
Zuvor hatte die Verunsicherung im Technologiesektor die Zinserwartungen merklich gedämpft. In der vergangenen Woche beließ die Fed den Leitzins noch unverändert. Die neuen Daten stellen diese Zurückhaltung wieder infrage. Höhere Renditeaussichten machen den Dollar als Anlageziel gegenüber anderen Währungen attraktiver.
Der Kurssprung nach den US-Zwischenwahlen erwies sich derweil als Strohfeuer. Am Mittwoch notierte der Euro zeitweise noch bei 1,1273 Dollar. Mit den aktuellen Verlusten rückt das Tief seit Mai 2025 wieder näher an die Notierungen heran.
Ob die US-Notenbank bei ihrer Sitzung im Dezember tatsächlich an der Zinsschraube dreht, entscheiden die kommenden Konjunkturberichte. Für den Euro markiert das Niveau um 1,1140 Dollar vorerst eine spürbare Unterstützung nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten.


