Roche lässt die Währungssorgen hinter sich. Die Anleger am Schweizer Aktienmarkt greifen zu, während der Pharmakonzern seine operative Stärke ausspielt. Die Halbjahresbilanz wirkt nach.
Im SIX-Handel kletterte der Genussschein am Freitagvormittag um 1,2 Prozent auf 357,50 CHF. Damit liegt das Papier nur noch knapp unter seinem Jahreshoch vom Februar. Die Aussicht auf eine höhere Dividende von 10,00 CHF stützt den Kurs.
Starke Halbjahresbilanz trotzt Franken-Stärke
Operativ läuft es rund in Basel. Zu konstanten Wechselkursen stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um sechs Prozent auf 30,4 Milliarden CHF. Parallel dazu wuchs der Kerngewinn je Aktie sogar um neun Prozent.
Der starke Schweizer Franken trübt das Bild allerdings etwas. Nominal sank der Umsatz dadurch um zwei Prozent. Dennoch hält das Management an seinen Wachstumszielen für das Gesamtjahr fest.
Analysten bewerten die Lage zuversichtlich. Die UBS bekräftigt ihre Kaufempfehlung und sieht das Kursziel bei 376 CHF. Besonders der Absatz von Hemlibra und Perjeta übertraf die Erwartungen im zweiten Quartal deutlich.
Zulassungserfolge treiben die Pipeline
Neue Impulse kommen aus der Forschung. Das Augen-Implantat Susvimo erhielt jüngst eine positive EU-Zulassungsempfehlung. Das System könnte die Behandlung der Makuladegeneration durch seltener nötige Injektionen grundlegend vereinfachen.
In den USA rückt eine Premiere näher. Die FDA prüft das Mittel Gazyva zur Behandlung einer seltenen Autoimmunerkrankung der Niere im beschleunigten Verfahren. Schafft Roche damit den Durchbruch in einem bisher unversorgten Markt? Die Behörde entscheidet im vierten Quartal 2026. Experten sehen in Gazyva das Potenzial für die erste zugelassene Therapieform in dieser Indikation. Das würde den Vorsprung gegenüber der Konkurrenz massiv ausbauen.
Die Richtung für den Herbst steht fest. Roche setzt auf seine Innovationskraft, um den Währungseffekt auszugleichen. Im Oktober folgen die Neunmonatszahlen, während die US-Zulassung für Gazyva der nächste große Meilenstein im Schlussquartal ist.
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