Goldman Sachs hat am Donnerstagabend eine bemerkenswerte 180-Grad-Wende bei Roche vollzogen. Die US-Investmentbank stufte die Aktie von „Sell“ auf „Neutral“ hoch und katapultierte das Kursziel von 260 auf 365 Franken – ein Sprung um über 40 Prozent. Die Begründung: deutlich verbesserte Wachstumsaussichten nach positiven Studienergebnissen Ende 2025.
Die Zahlen sprechen für sich. Seit Goldman Sachs die Roche-Aktie am 30. Mai 2024 auf die Verkaufsliste setzte, legte der Titel um 51 Prozent zu. Allein von November 2025 bis heute kletterte der Kurs um 33 Prozent. Die Schweizer haben damit europäische Pharmawerte, die im selben Zeitraum nur 3 Prozent gewannen, klar abgehängt.
Zwei Wirkstoffe ändern das Spiel
Was hat die Analysten zum Umdenken bewegt? Zwei Medikamentenkandidaten zeigten unerwartet starke Ergebnisse. Fenebrutinib überzeugte in der Phase-3-Studie FENhance-2 bei schubförmiger Multipler Sklerose. Auch in einer weiteren Studie zur primär progredienten Form der Erkrankung lieferte das Mittel nach einer Designanpassung positive Daten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Roche?
Parallel dazu punktete Giredestrant in der lidERA-Studie zur adjuvanten Brustkrebstherapie. Goldman Sachs erwartet nun für 2026 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Kernergebnis soll noch deutlicher anziehen.
Die Kehrseite der Medaille
Analyst James Quigley blieb trotz des Upgrades vorsichtig. Eine Kaufempfehlung gab es nicht – zu viel vom künftigen Potenzial sei bereits im Kurs eingepreist. Das neue Kursziel von 365 Franken bedeutet nur noch rund 6 Prozent Luft nach oben.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Roche?
Goldman Sachs erhöhte das zugrunde gelegte KGV von 12,5 auf 16 – noch unter dem historischen Höchststand von 19, den die Aktie Anfang 2022 erreichte. Die Analysten liegen mit ihren Prognosen für 2027 bis 2030 nun 4 bis 15 Prozent über dem Marktkonses.
Risiken bleiben im Spiel
Die ursprüngliche Verkaufsempfehlung von Mai 2024 basierte auf einer Serie enttäuschender Studienergebnisse. Hochdosiertes Ocrevus, Astegolimab bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung und Giredestrant in der Zweitlinientherapie – alle drei fielen durch.
Für 2026 stehen weitere entscheidende Phase-3-Resultate an. Besonders kritisch: die persevERA-Studie mit Giredestrant als Erstlinientherapie und zusätzliche Fenebrutinib-Daten. Hinzu kommen Unsicherheiten im Adipositas-Portfolio und der drohende Generika-Wettbewerb bei etablierten Produkten. Neben den beiden Hoffnungsträgern sollen auch Vabysmo, Ocrevus und die Markteinführung von Itovebi zum Wachstum beitragen.
Roche-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Roche-Analyse vom 16. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Roche-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Roche-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Roche: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


