Roche meldet positive Phase-3-Daten für Gazyva bei einer seltenen Nierenerkrankung – doch die Börse zeigt sich unbeeindruckt. Die Aktie gibt nach. Was steckt hinter der zurückhaltenden Reaktion?
Der Schweizer Pharmakonzern hat heute bekannt gegeben, dass sein Medikament Gazyva (in den USA als Gazyvaro vermarktet) in einer Phase-3-Studie bei primärer membranöser Nephropathie überzeugen konnte. Diese seltene Autoimmunerkrankung der Niere stellt eine zusätzliche Indikation für das bereits etablierte Präparat dar.
Die Studie zeigte statistisch signifikante und klinisch relevante Vorteile: Nach zwei Jahren erreichten deutlich mehr Patienten eine vollständige Remission der Erkrankung. Für Roche bedeutet das eine mögliche Ausweitung des Einsatzspektrums eines bewährten Medikaments.
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Bereits breite Zulassung vorhanden
Gazyva ist in den USA und der Europäischen Union bereits für die Behandlung von Erwachsenen mit aktiver Lupus-Nephritis zugelassen. Darüber hinaus nutzen Ärzte in 100 Ländern das Medikament zur Therapie verschiedener hämatologischer Krebserkrankungen. Die neue Indikation würde das Portfolio erweitern, bleibt aber ein Nischenmarkt.
Anleger bleiben skeptisch
Trotz der positiven Studienergebnisse reagiert die Börse verhalten. Die Roche-Aktie notierte an der SIX zeitweise 0,36 Prozent schwächer bei 358,70 Franken. Offenbar bewerten Investoren die Nachricht als nicht überraschend oder rechnen bereits mit beschränktem Umsatzpotenzial in diesem kleinen Patientensegment.
Die gedämpfte Reaktion dürfte auch damit zusammenhängen, dass Gazyva bereits ein etabliertes Produkt ist und die Erweiterung um eine weitere seltene Erkrankung kaum als Wachstumstreiber taugt. Anleger scheinen auf größere Pipeline-Erfolge oder Blockbuster-Potenzial zu warten.
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