Die Aktionäre von Rock Tech Lithium haben dem Management den Rücken gestärkt. Auf der Hauptversammlung passierten alle Beschlüsse reibungslos. Das Signal ist klar: Die strategische Neuausrichtung findet breite Unterstützung.

Die Anteilseigner wählten die vorgeschlagenen Direktoren erneut ins Amt. Ein weiteres Detail sticht besonders hervor. Das Management hat sich die Erlaubnis für eine Zusammenlegung von Aktien gesichert. Ob und wann dieser Schritt kommt, entscheidet nun der Vorstand. Die kanadische Börse TSX Venture Exchange muss der Maßnahme ebenfalls zustimmen.

Fokus auf Guben und Ontario

Operativ treibt das Unternehmen den Aufbau einer regionalen Lieferkette für Batteriemetalle voran. Das Vorzeigeprojekt entsteht im brandenburgischen Guben. Dort plant Rock Tech Lithium einen Konverter für Lithiumhydroxid. Die Anlage soll jährlich 24.000 Tonnen batteriefähiges Material liefern. Die Europäische Union stuft das Projekt mittlerweile als strategisch wichtig ein.

Parallel dazu entsteht in der kanadischen Provinz Ontario das Red-Rock-Projekt. Der Konzern nutzt dort den Bauplan aus Guben als Vorlage. Die nordamerikanische Anlage wird direkt an die Rohstoffgewinnung des unternehmenseigenen Georgia-Lake-Projekts angebunden. So entsteht eine geschlossene Wertschöpfungskette für den lokalen Markt.

Aktie sucht Boden

An der Börse herrscht aktuell wenig Euphorie. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 0,50 Euro. Auf Sicht eines Monats verlor das Papier rund zehn Prozent an Wert. Damit rutschte der Kurs spürbar unter die viel beachtete 50-Tage-Linie. Der Abstand beträgt aktuell elf Prozent.

Trotz der jüngsten Schwäche: Seit Jahresanfang behauptet die Aktie noch ein Plus von gut sechs Prozent. Vom letzten Höchststand bei 0,79 Euro ist der Wert allerdings weit entfernt. Kurzfristig liefert das aktuelle 52-Wochen-Tief bei 0,41 Euro eine charttechnische Unterstützung. Hält dieses Niveau, bleibt Spielraum für eine Bodenbildung.