Rocket Lab Aktie: Neutron auf vierte Quartal 2026 verschoben

Eurizon Capital investiert drei Millionen Dollar in Rocket Lab, während Neutron-Verzögerung und Branchenprobleme den Kurs belasten.

Rocket Lab Aktie
Kurz & knapp:
  • Institutioneller Kauf von 43.471 Aktien
  • Neutron-Jungfernflug auf Q4 2026 verschoben
  • Umsatzwachstum von 63,5 Prozent im Quartal
  • Kurs trotz Rekordzahlen mit hohem KUV

Ein neuer Investor sorgt für Stabilität – doch technische Probleme belasten. Rocket Lab steckt in einer Woche der Gegensätze.

Eurizon Capital SGR S.p.A. hat am 2. Juni ein Aktienpaket im Wert von rund drei Millionen Dollar erworben. 43.471 Aktien – kein Riesenbetrag für ein Unternehmen mit 70 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung. Aber das Signal zählt: Institutionelle zeigen weiterhin Interesse am „End-to-End“-Geschäftsmodell des Raumfahrtkonzerns.

Neutron-Verzögerung belastet

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Einen Tag zuvor war die Aktie um 14,7 Prozent eingebrochen – auf 122,39 Dollar. Auslöser: Eine Explosion bei der Triebwerkstestung von Blue Origins New Glenn-Rakete am 29. Mai. Die Druckwelle erreichte die Stärke eines Erdbebens der Magnitude 2,5. Und sie riss den gesamten Sektor mit.

Rocket Lab leidet zudem unter eigenen Problemen. Der Jungfernflug der Mittelklasserakete Neutron wurde erneut verschoben – nun auf das vierte Quartal 2026. Schuld ist ein geplatzer Tank während der Testphase. Dabei galt Neutron als der große Wachstumstreiber: Höhere Margen, schwerere Nutzlasten, neue Verträge. Genau das, wofür die kleine Electron-Rakete nicht reicht.

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Rekordzahlen, aber hohe Bewertung

Die fundamentale Lage ist robust. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 63,5 Prozent auf 200,3 Millionen Dollar. Der Auftragsbestand liegt bei über 2,2 Milliarden Dollar. Ein 90-Millionen-Dollar-Deal mit der US Space Force und die erfolgreiche SDA-Überprüfung für das Tracking-Layer-Programm untermauern die Position.

Doch die Aktie ist teuer. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 137,9 notiert sie auf extremem Niveau. Der Kurs ist binnen zwölf Monaten um 351 Prozent gestiegen. Am Dienstag schloss das Papier bei 106,00 Euro – 18 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 129,20 Euro. Der RSI von 50,7 signalisiert weder Überkauft noch Überverkauft. Die Volatilität ist mit annualisiert 131 Prozent extrem.

Bleibt die Frage, ob die institutionelle Stütze ausreicht, um die Neutron-Sorgen auszugleichen. Die Reparaturarbeiten am Tank werden die nächste Richtung weisen.

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