Rocket Lab Aktie: SpaceX-IPO am 12. Juni drückt Kurs

Der bevorstehende SpaceX-Börsengang entzieht dem Raumfahrtsektor Kapital und drückt Rocket Lab trotz Rekordaufträgen in die Korrektur.

Rocket Lab Aktie
Kurz & knapp:
  • Rocket Lab verliert 29 Prozent seit Mai
  • SpaceX-IPO saugt Kapital aus Sektor ab
  • Rekordauftragsbestand von 2,2 Milliarden Dollar
  • Neutron-Raketen-Erstflug für Q4 2026 geplant

Seit dem Allzeithoch Ende Mai hat die Rocket Lab-Aktie rund 29 Prozent verloren. Der Auslöser ist weniger intern als extern: Der bevorstehende Börsengang von SpaceX am 12. Juni zieht Kapital aus dem gesamten Sektor ab — und lässt selbst fundamental starke Werte korrigieren.

Valuation Reset im Weltraumsektor

Marktbeobachter sprechen von einem sektorweiten Neubewertungsprozess. Investoren schichten Positionen um, bevor SpaceX den Markt betritt. Zusätzlich dämpfte die Nachricht, dass der S&P-Indexausschuss SpaceX nicht beschleunigt in den S&P 500 aufnehmen will — damit entfällt die Fantasie sofortiger Zuflüsse durch Indexfonds in den gesamten Raumfahrtsektor.

Rocket Lab notiert aktuell bei 95,50 Euro, ein Wochenminus von gut neun Prozent. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von rund 47 Prozent zu Buche.

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Rekordauftragsbestand trotz Kurskorrektur

Das operative Bild erzählt eine andere Geschichte. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz um 63,5 Prozent auf 200,3 Millionen Dollar. Der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von 2,2 Milliarden Dollar — gestützt durch einen 90-Millionen-Dollar-Vertrag mit der U.S. Space Force sowie laufende Verpflichtungen im Rahmen des SDA Tracking Layer-Programms.

Hinzu kommt die 60 Millionen Dollar schwere Übernahme von Motiv Space Systems. Das Robotik-Unternehmen lieferte Hardware für NASA-Marsmissionen und erweitert Rocket Labs technologisches Portfolio spürbar.

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Zwei Katalysatoren im Blick

Kurzfristig richten sich die Augen auf den 10. Juni: Dann soll von Wallops Island die Mission „HASTE | Curveball“ starten — ein suborbitaler Testflug im Rahmen des Hypersonic Accelerator-Programms für das US-Verteidigungsministerium.

Der größere Treiber bleibt die Neutron-Rakete. Der Erstflug der mittelgroßen Trägerrakete ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Nach einem Tankriss bei einem Testlauf auf Wallops musste das Team Konstruktionsanpassungen am Erststufentank vornehmen. CEO Peter Beck bestätigte, dass die Überarbeitungen abgeschlossen sind und die Integration der Archimedes-Triebwerke läuft.

Gelingt der Neutron-Erstflug planmäßig, wäre das ein struktureller Sprung: Rocket Lab würde vom reinen Kleinraketen-Anbieter zum Wettbewerber im lukrativeren Mittelklasse-Segment — genau dann, wenn SpaceX als börsennotiertes Unternehmen den Vergleichsdruck erhöht.

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