Auf der Hauptversammlung am 30. April hat Rolls-Royce gleich mehrere Neuigkeiten präsentiert — und der Markt hat prompt reagiert. Die Aktie legte über vier Prozent zu. Das ist bemerkenswert, weil der Kurs zuvor fast 19 Prozent unter sein April-Hoch gefallen war.
Triebwerksaufträge kontern Nachfragesorgen
Die Sorge war real: Steigende Treibstoffkosten könnten Airlines zur Kapazitätsdrosselung zwingen — und damit den Bedarf an neuen Triebwerken dämpfen. Die jüngsten Auftragsmeldungen sprechen eine andere Sprache.
Atlas Worldwide orderte 40 Trent XWB-97-Triebwerke für 20 A350F-Frachtflugzeuge. Delta Air Lines bestellte 30 Trent XWB-84 EP und 32 Trent 7000. Hinzu kommen Trent 1000 XE-Triebwerke für acht Boeing 787. Entscheidend: Kapazitätskürzungen bei Airlines betreffen vor allem Schmalrumpfflugzeuge — ein Segment, in dem Rolls-Royce gar nicht aktiv ist.
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AOG fällt auf einstelligen Wert
Ein operativer Meilenstein: Die Zahl der am Boden stehenden Flugzeuge wegen Triebwerksproblemen — sogenannte Aircraft on Ground, kurz AOG — sank Ende April auf einen einstelligen Wert. Das Unternehmen bezeichnet das als branchenbestes Niveau und peilt bis zur zweiten Jahreshälfte null AOG an.
Verbesserte Ersatzteile werden nun in betroffene Triebwerke eingebaut. Erste Daten sehen vielversprechend aus. Die Zahl der Wartungsbesuche für große Triebwerke wuchs im ersten Quartal um zwölf Prozent. Für 2026 und 2027 erwartet Rolls-Royce keine Änderung in diesem Profil — auch nicht wegen des Nahost-Konflikts.
SMR: Verträge mit konkreten Erlösen noch 2026
Jenseits der Luftfahrt hat Rolls-Royce drei Verträge zur Lieferung kleiner modularer Reaktoren an das Vereinigte Königreich unterzeichnet. Diese sollen noch in diesem Jahr Umsätze und Gewinne beitragen. Mit der tschechischen CEZ Group läuft ein Early Works Contract für den ersten SMR der Tschechischen Republik.
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Das UK-Projekt am Standort Wylfa soll mindestens 1,4 GW Strom erzeugen — genug für rund drei Millionen Haushalte über mehr als 60 Jahre. Rolls-Royce ist damit das einzige Unternehmen mit mehreren vertraglichen SMR-Verpflichtungen in Europa.
Guidance bestätigt, Rückkauf läuft
Das Jahresziel bleibt unverändert: 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund operativer Gewinn und 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund freier Cashflow. Beim laufenden Aktienrückkaufprogramm hat Rolls-Royce bereits mehr als 750 Millionen Pfund der für 2026 vorgesehenen 2,5-Milliarden-Pfund-Tranche abgearbeitet. Das Programm hat den Kursrückgang der vergangenen Wochen spürbar abgefedert.
Die Aktie notiert aktuell bei 13,80 Euro — rund 13 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, aber fast 50 Prozent über dem Jahrestief. Der RSI liegt bei 32,5 und signalisiert damit eine überverkaufte Ausgangslage. Elf Analysten begleiten den Wert, acht davon mit Kaufempfehlung. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.430 Pence. Die Halbjahreszahlen folgen am 30. Juli 2026 — dann wird sich zeigen, ob die Flugstundendaten die Guidance-Annahmen stützen.
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