Rolls-Royce schreibt heute ein weiteres Kapitel seiner Erholungsgeschichte: Die Aktie notiert seit dem heutigen Donnerstag ex-Dividende für eine Zwischenausschüttung von 6,0 Pence je Anteil. Es ist die erste Zahlung, seit der Triebwerksbauer seine Dividendenpolitik wieder aufgenommen hat. Der Kurs gibt am heutigen Handelstag um 1,00 Prozent auf 18,21 Euro nach – ein technischer Effekt, der bei Ex-Dividende-Terminen üblich ist und nichts an der grundsätzlich starken Kursentwicklung ändert. Seit Jahresanfang steht für das Papier ein Plus von 38,19 Prozent.
Rekordhalbjahr als Basis für die Rückkehr zur Ausschüttung
Die Wiederaufnahme der Dividende fällt in eine Phase, in der Rolls-Royce operativ so stark performt wie selten zuvor. Am 30. Juli hatte der Konzern seine Zahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt: Der bereinigte Umsatz kletterte um 26 Prozent auf 11,3 Milliarden Pfund, der bereinigte operative Gewinn legte um 46 Prozent auf 2,5 Milliarden Pfund zu. Die operative Marge der Gruppe erreichte 22,5 Prozent. Getragen wurde das Ergebnis von Rekordmargen im Geschäft mit Zivilluftfahrt-Triebwerken.
Auf Basis dieser Entwicklung hob Rolls-Royce am selben Tag seine Jahresprognose deutlich an: Der operative Gewinn soll 2026 nun zwischen 4,7 und 4,9 Milliarden Pfund liegen, zuvor waren 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund angesetzt. Auch beim freien Cashflow erwartet der Konzern mehr: 3,8 bis 4,0 Milliarden Pfund statt zuvor 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund. Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter – von den für 2026 vorgesehenen 2,5 Milliarden Pfund hat Rolls-Royce bereits 1,4 Milliarden Pfund umgesetzt. Das Programm ist Teil eines mehrjährigen Plans, bis 2028 zwischen 7 und 9 Milliarden Pfund an die Aktionäre zurückzugeben.
Zwei Analystenhäuser erhöhen ihre Kursziele
Die operative Stärke schlägt sich auch in den Einschätzungen großer Banken nieder. JPMorgan hob am Dienstag sein Kursziel für Rolls-Royce von 1.625 auf 1.800 Pence an und bestätigte die Einstufung „Overweight“. Begründet wurde der Schritt mit der neunten in Folge übertroffenen und angehobenen Prognose des Unternehmens. Einen Tag später, am Mittwoch, zog Deutsche Bank nach und erhöhte ihr Kursziel auf 1.705 Pence, ebenfalls mit der Einstufung „Buy“. Als Begründung verwiesen die Analysten auf die Rekordmargen der Zivilluftfahrt-Sparte im ersten Halbjahr. Medienberichten zufolge hat zudem ein quantitatives Bewertungsmodell seine Einstufung von „Strong Buy“ auf „Buy“ zurückgenommen, da sich die Bewertung des Papiers nach dem Kursanstieg inzwischen dem Niveau anderer Luft- und Rüstungswerte angenähert habe.
Mit einem Abstand von nur 1,38 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 18,47 Euro, das erst am 5. August markiert wurde, bewegt sich die Aktie weiterhin nahe ihrer Bestmarke. Der Kurs notiert zudem mehr als 25 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 14,49 Euro – ein Zeichen für den anhaltend robusten mittelfristigen Aufwärtstrend.
Nukleargeschäft und Marinetechnik liefern zusätzliche Impulse
Neben dem Kerngeschäft mit Flugzeugtriebwerken liefert Rolls-Royce auch in anderen Sparten Nachrichten. Die staatliche britische Institution Great British Energy – Nuclear wählte Rolls-Royce SMR am 30. Juli als bevorzugten Technologieanbieter für das nationale Programm für kleine modulare Reaktoren aus und unterzeichnete einen Vertrag für die standortspezifische Entwicklung in Wylfa in Nordwales. Zudem präsentierte die Sparte Rolls-Royce Power Systems auf der Schiffbaumesse SMM 2026 in Hamburg am Montag standardisierte, drehzahlvariable Antriebseinheiten der mtu-Baureihe 2000 für die Marineschifffahrt, die laut Unternehmensangaben den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen um 15 Prozent senken sollen.
Für Anleger, die an der Dividendenreinvestition teilnehmen möchten, bleibt bis zum 28. August Zeit, sich für das entsprechende Programm anzumelden. Der Stichtag für den Dividendenanspruch ist der 7. August, die Auszahlung der 6,0 Pence je Aktie erfolgt am 18. September.
Rolls-Royce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rolls-Royce-Analyse vom 6. August liefert die Antwort:
Die neusten Rolls-Royce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rolls-Royce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rolls-Royce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

