Mit einem Kursplus von knapp fünf Prozent schloss die Rolls-Royce-Aktie am Freitag bei 1.309 Pence — und krönte damit eine Woche, die das Papier aus dem April-Tief herausgeführt hat. Innerhalb von zwei Wochen summiert sich das Plus auf über 14 Prozent. Der Treiber dahinter ist ein Vertrag, der die Zukunft des Unternehmens neu skizziert.
Wylfa: Milliarden fließen, Reaktoren kommen
Am 13. April unterzeichnete Rolls-Royce SMR einen formellen Vertrag mit Great British Energy – Nuclear. Das Ziel: die ersten kleinen modularen Reaktoren (SMR) Großbritanniens zu entwickeln und zu bauen. Die Finanzierung steht — der National Wealth Fund stellt bis zu 599 Millionen Pfund bereit, weitere 2,6 Milliarden Pfund wurden bereits im Spending Review 2025 reserviert.
Am Standort Wylfa sollen zunächst drei SMR-Einheiten entstehen, die ab Mitte der 2030er-Jahre Strom ins Netz einspeisen. Die Anlage wäre leistungsstark genug, um rechnerisch drei Millionen Haushalte für mehr als 60 Jahre zu versorgen. Parallel dazu arbeitet Rolls-Royce SMR mit dem tschechischen Energieversorger ČEZ an bis zu 3 GW neuer Kernkraftkapazität — und hat in Schweden die Endrunde von Vattenfalls Technologieauswahlverfahren erreicht.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rolls-Royce?
Gegenwind aus der Luft
Das Nukleargeschäft glänzt, doch der Kern des heutigen Geschäfts bleibt die Zivilluftfahrt — und dort drückt der Schuh. Mehr als 60 Prozent der Gewinne stammen aus diesem Segment. Gestörte Flugrouten im Nahen Osten und gestiegene Rohstoffpreise haben Investoren zuletzt zur Neubewertung veranlasst.
Das Management hält dennoch an seinem Jahresziel fest: ein operativer Gewinn von bis zu 4,2 Milliarden Pfund für 2026. Mittelfristig peilt Rolls-Royce 4,9 bis 5,2 Milliarden Pfund operativen Gewinn sowie einen freien Cashflow von 5,0 bis 5,3 Milliarden Pfund an.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rolls-Royce?
Rückkauf, Dividende, AGM
Strukturelle Unterstützung kommt vom laufenden Aktienrückkaufprogramm. Das milliardenschwere 2026er-Programm startete offiziell am 1. April und schafft nach Einschätzung von Analysten eine Art Kursuntergrenze im Markt. Über den Zeitraum 2026 bis 2028 plant Rolls-Royce Rückkäufe im Gesamtvolumen von 7 bis 9 Milliarden Pfund.
Hinzu kommt die erste Dividende seit mehr als fünf Jahren: 5,0 Pence je Aktie als Abschlussdividende für 2025, was die Jahresdividende auf 9,5 Pence hebt. Die Hauptversammlung am 30. April muss dem noch zustimmen — an diesem Tag veröffentlicht Rolls-Royce zugleich das Handelsupdate für das erste Quartal 2026. Von 19 Analysten empfehlen 14 die Aktie als Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.407 Pence.
Rolls-Royce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rolls-Royce-Analyse vom 18. April liefert die Antwort:
Die neusten Rolls-Royce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rolls-Royce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rolls-Royce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


