Am 22. April markiert Rolls-Royce einen wichtigen Meilenstein für seine Aktionäre. Dann wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Wer sich die Schlussausschüttung sichern will, muss die Papiere bis zu diesem Stichtag im Depot halten. Der Termin unterstreicht die bemerkenswerte finanzielle Wiederauferstehung des Triebwerkbauers.

Nach einer jahrelangen Durststrecke hatte der britische Konzern im Vorjahr wieder regelmäßige Zahlungen aufgenommen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr fließen insgesamt 9,5 Pence je Anteilsschein an die Investoren. Die nun anstehende Schlussdividende macht davon exakt 5,0 Pence aus. Das Management schüttet damit rund 32 Prozent des bereinigten Gewinns nach Steuern aus.

Milliardenwende in der Bilanz

Hinter dieser Großzügigkeit steht ein massiver operativer Umschwung. Rolls-Royce steigerte den Gesamtumsatz zuletzt auf 21,2 Milliarden Pfund. Der operative Gewinn kletterte auf 5,3 Milliarden Pfund, was einer beachtlichen Marge von rund einem Viertel entspricht. Aus einem Schuldenberg formte das Management eine Nettoliquidität im Milliardenbereich.

Neben den Sparten für Verteidigung und Energiesysteme treibt besonders das zivile Luftfahrtgeschäft das Wachstum an. Die Flugstunden der großen Triebwerke sollen im laufenden Jahr auf bis zu 120 Prozent des Niveaus von 2019 steigen. Parallel dazu hob der Vorstand die mittelfristigen Ziele an.

Der freie Cashflow soll in den kommenden Jahren einen Korridor von 5,0 bis 5,3 Milliarden Pfund erreichen. Zunächst steht für Anleger jedoch der kurzfristige Geldfluss im Fokus. Die Auszahlung der aktuellen Schlussdividende erfolgt am 3. Juni 2026.