Die Aktie des britischen Triebwerksherstellers sorgt aktuell für Aufsehen. Nach einer dramatischen Neubewertung durch Berenberg Bank zeigt sich das Papier volatil, während ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm für zusätzlichen Rückenwind sorgt.

Berenberg vollzieht spektakuläre Wende

Ein tektonischer Wandel ereignete sich, als die Berenberg Bank ihre Empfehlung für die Rolls-Royce Aktie von „Verkaufen“ auf „Halten“ anhob. Das Kursziel wurde dabei deutlich auf 1.080 Pence angehoben – ein klares Signal des Vertrauens.

Die Analysten begründen ihre Kehrtwende mit soliden Aussichten für die Triebwerksflotte des Konzerns und bemerkenswerten Verbesserungen der internen Leistung. Besonders die erwarteten Flottenverbesserungen bis 2035 und die laufenden operativen Optimierungen innerhalb der Gruppe stützen die neue Einschätzung.

Markt reagiert gespalten

Die Reaktion der Investoren fiel gemischt aus. Am Montag avancierte die Aktie zunächst zum zweitstärksten Wert im FTSE 100, nachdem sie über 2% zulegte. Doch die Euphorie währte nicht lange – im weiteren Handelsverlauf rutschte das Papier bis auf 1.103 Pence ab und offenbarte die Unsicherheit der Anleger.

Die Analystengemeinde bleibt gespalten:

  • Berenberg Bank: „Halten“ mit Kursziel 1.080 Pence
  • Citigroup: Kursziel auf 1.101 Pence angehoben
  • Deutsche Bank: Ziel bei 1.220 Pence
  • Konsens: „Moderater Kauf“ als Durchschnittsbewertung

Rückkaufprogramm stützt den Kurs

Unterstützung kommt aus den eigenen Reihen: Rolls-Royce treibt sein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Pfund konsequent voran. Die regelmäßigen Käufe eigener Aktien reduzieren die Anzahl der im Umlauf befindlichen Papiere und signalisieren das Vertrauen des Managements in den inneren Wert des Unternehmens.