Rolls-Royce Aktie: Nukleare Rechtfertigung für SMR erteilt

Rolls-Royce erhält als erster Anbieter die nukleare Rechtfertigung für seine SMR-Technologie und treibt den Konzernumbau voran.

Rolls-Royce Aktie
Kurz & knapp:
  • Erste SMR-Genehmigung im Königreich
  • Operativer Gewinn von bis zu 4,2 Milliarden
  • Triebwerksgeschäft profitiert von Reiseerholung
  • Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden Pfund

Rolls-Royce hat eine entscheidende regulatorische Hürde im britischen Energiemarkt genommen. Die Regierung in London erteilte dem Design für kleine modulare Reaktoren (SMR) die sogenannte nukleare Rechtfertigung. Damit ist Rolls-Royce der erste Anbieter dieser Technologie mit einer solchen Genehmigung im Vereinigten Königreich.

Meilenstein für die Energiestrategie

Die Entscheidung stuft den Nutzen der 470-Megawatt-Anlage höher ein als potenzielle radiologische Risiken. Es handelt sich um einen rechtlichen Grundstein für die langfristige Strategie des Konzerns. Eine endgültige Investitionsentscheidung für erste Projekte wird gegen Ende des Jahrzehnts erwartet.

Parallel dazu treibt Konzernchef Tufan Erginbilgic den operativen Umbau voran. Er bestätigte die ehrgeizigen Ziele für das laufende Geschäftsjahr. Der operative Gewinn soll zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund liegen. Der freie Cashflow wird in einer Spanne von bis zu 3,8 Milliarden Pfund erwartet.

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Triebwerke und Rechenzentren als Treiber

Das Kerngeschäft mit Flugzeugtriebwerken profitiert massiv von der globalen Reiseerholung. Die Flugstunden großer Triebwerke sollen bis Jahresende bis zu 120 Prozent des Niveaus von 2019 erreichen. Hinzu kommt ein Auftragsboom bei Stromgeneratoren für Rechenzentren in der Sparte Power Systems.

Rolls-Royce nutzt die Liquidität für ein milliardenschweres Rückkaufprogramm. Aktuell läuft eine Tranche über 2,5 Milliarden Pfund, um die Anzahl der Aktien zu reduzieren. Das Papier schloss am Freitag bei 15,36 Euro und notiert damit rund elf Prozent höher als zu Jahresbeginn.

Analysten hoben ihre Kursziele zuletzt auf bis zu 1.417 Pence an. Sie sehen das Unternehmen nicht mehr als reinen Sanierungsfall, sondern als stabilen Industriekonzern. Im Juli folgen die offiziellen Halbjahresergebnisse. Bis dahin steht die Entwicklung der operativen Margen im Fokus, für die das Management bis 2028 einen Zielwert von bis zu 20 Prozent anpeilt.

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