Rolls-Royce hat am Freitag im Sog der Sorgen um das Triebwerksgeschäft von Safran 6,7% verloren. Laut Reuters befürchteten Anleger nach dessen Quartalszahlen, dass sich das Wachstum im Ersatzteil- und Wartungsgeschäft für Flugzeugtriebwerke bis 2027 verlangsamen könnte. Medienberichten zufolge stand der Rückgang bei Rolls-Royce im Zusammenhang mit diesen Branchensorgen.

Safrans Zahlen belasten das Umfeld

Safran meldete für das dritte Quartal 2026 zwar ein Umsatzwachstum. Nach Angaben von Reuters konzentrierten sich Investoren jedoch auf die Aussichten des sogenannten Aftermarket-Geschäfts.

Die Analysten von Jefferies erklärten am Freitag, das Wachstum dieses Geschäfts im Safran-Antriebsbereich habe sich verlangsamt und die Erwartungen verfehlt. Medienberichten zufolge belasteten außerdem Sorgen über ein schwächeres Wachstum im Markt für Großraumflugzeuge die Rolls-Royce-Aktie.

Reuters verwies zugleich auf hohe Treibstoffpreise als Belastung für das Branchenumfeld. Auch die Aktien aus Luftfahrt und Verteidigung gerieten insgesamt unter Druck. Der Ausverkauf stand damit im Zeichen der Geschäftsentwicklung eines Wettbewerbers und eines schwachen Sektorumfelds.

Fortschritt bei militärischem Triebwerk

Bei Rolls-Royce selbst gab es am Mittwoch eine technische Erfolgsmeldung: Das Triebwerk AE 1107 für die MV-75 Cheyenne der US-Armee erreichte mit einer neuen digitalen FADEC-Steuerung seine volle Leistung. Darüber berichtete Axios unter Berufung auf Führungskräfte. Der gemeldete Fortschritt betraf damit die Verbindung des Triebwerks mit der neuen digitalen Steuerung.

Rolls-Royce erhielt außerdem von Avolon einen Auftrag über 70 Triebwerke des Typs Trent 7000. Sie sollen 35 Flugzeuge vom Typ Airbus A330neo antreiben, teilte das Unternehmen mit.

Vor gut einer Woche erweiterte Rolls-Royce zudem nach eigenen Angaben den Wartungsumfang und die Kundenleistungen von CorporateCare Enhanced, ohne den Stundensatz des Programms anzuheben.