Rolls-Royce legt Zahlen vor, die selbst optimistische Erwartungen übertreffen: Der britische Triebwerkshersteller steigerte den Gewinn 2025 um 40 Prozent und kündigt ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 9 Milliarden Pfund bis 2028 an – eines der größten in der britischen Unternehmensgeschichte. Die Aktie schoss daraufhin auf ein Allzeithoch.
Starke Zahlen über die gesamte Breite
Das Geschäftsjahr 2025 schloss Rolls-Royce mit einem operativen Gewinn von 3,46 Milliarden Pfund ab, ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 12 Prozent auf 20,1 Milliarden Pfund und übertraf damit die Analystenschätzungen. Bereits das vierte Jahr in Folge schlägt der Konzern die Erwartungen.
Die Zivilluftfahrt – größter Umsatz- und Gewinntreiber des Unternehmens – wuchs um 15 Prozent, der Verteidigungsbereich um 8 Prozent. Besonders bemerkenswert: Die Flugstunden der großen Triebwerke haben das Vor-Pandemie-Niveau übertroffen und steigen weiter. Neue Großaufträge von IndiGo, Malaysia Airlines und Avolon unterstreichen die anhaltende Nachfrage.
Jefferies-Analystin Chloe Lemarie bezeichnete die Ergebnisse als „hochwertige Veröffentlichung“ und hob die Stärke des Power-Systems-Geschäfts hervor.
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Shareholder Returns auf historischem Niveau
Von den angekündigten 9 Milliarden Pfund Rückkaufvolumen sollen allein 2,5 Milliarden im laufenden Jahr zurückgekauft werden. Hinzu kommt eine Schlussdividende von 5,0 Pence je Aktie für 2025, was die Gesamtdividende auf 9,5 Pence bringt – nach über fünf Jahren Pause hatte Rolls-Royce erst 2025 wieder eine Dividende gezahlt.
Ambitionierte Mittelfristziele
CEO Tufan Erginbilgic hob die Mittelfristziele deutlich an: Für 2028 peilt der Konzern einen operativen Gewinn von 4,9 bis 5,2 Milliarden Pfund bei einer Marge von 18 bis 20 Prozent an. Der freie Cashflow soll auf 5,0 bis 5,3 Milliarden Pfund steigen, die Kapitalrendite auf 23 bis 26 Prozent. Für 2026 liegt die Gewinnprognose bei 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund – über der Analystenkonsensschätzung von 3,65 Milliarden.
Erginbilgic deutete zudem eine strategische Rückkehr in den Markt für Schmalrumpf-Triebwerke an, aus dem sich Rolls-Royce 2011 zurückgezogen hatte – eine Entscheidung, die als einer der größten Strategiefehler der jüngeren Konzerngeschichte gilt.
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KI-Boom treibt Nachfrage nach Notstromaggregaten
Das Power-Systems-Segment profitiert zusätzlich vom Bau neuer Rechenzentren: Die Aufträge stiegen um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rolls-Royce liefert Notstromaggregate für energieintensive KI-Rechenzentren – ein wachsendes Geschäftsfeld im Zuge des Künstliche-Intelligenz-Booms.
Bewertung auf Rekordhöhe
Die Marktkapitalisierung von Rolls-Royce liegt mittlerweile bei 115 Milliarden Pfund – eine der höchsten im Vereinigten Königreich. Seit Erginbilgic 2023 die Führung übernahm, legte die Aktie um über 1.000 Prozent zu: 222 Prozent in 2023, 93 Prozent in 2024 und rund 91 Prozent in 2025. Mit einem Gewinn je Aktie von 29,44 Pence für 2025 wird die Aktie aktuell mit dem 47-Fachen des historischen Gewinns bewertet, auf Basis der Zukunftsprognosen liegt das KGV bei etwa 40.
Einige Analysten sehen das Bewertungsniveau als sportlich an: Auf Basis der 2028er-Ziele entspricht dies einem KGV von 36 und einem Umsatzmultiplikator von 4,6. Sollte Rolls-Royce jedoch weiterhin Erwartungen übertreffen und Prognosen anheben, dürfte der Höhenflug anhalten.
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