Rolls-Royce soll einem britischen Förderabkommen über bis zu £200 Millionen für den Triebwerksdemonstrator UltraFan 30 nahekommen. Das berichtete Reuters am Freitag unter Berufung auf die Financial Times, konnte den Bericht aber nicht unabhängig bestätigen. Die Aktie stieg gestern um 2,6%.

Bericht über staatliche Unterstützung

Die mögliche staatliche Unterstützung soll helfen, den Demonstrator für Kurzstreckenflugzeuge zu entwickeln und zu testen. Der berichtete Förderrahmen liegt zwischen £100 Millionen und £200 Millionen. Eine Ankündigung könnte dem Bericht zufolge diese Woche erfolgen; als abgeschlossen wurde die Vereinbarung darin nicht beschrieben.

Das Projekt betrifft einen Triebwerksdemonstrator für Schmalrumpfflugzeuge. Die berichtete Unterstützung ist damit an dessen Entwicklung und Erprobung geknüpft, nicht an einen Auftrag für die Serienfertigung.

Rückkäufe und Fortschritt beim Militärtriebwerk

Rolls-Royce meldete am 21. Oktober außerdem Aktienrückkäufe im Rahmen seines Programms über £2,3 Milliarden. Die gemeldeten Käufe betrafen den Zeitraum vom 13. bis 19. Oktober. Das Unternehmen beabsichtigt, die zurückgekauften Stammaktien einzuziehen.

Einen technischen Meilenstein meldete die Berichterstattung am 20. Oktober: Das Triebwerk für das MV-75-Programm der US-Armee erreichte mit einer neuen digitalen Triebwerkssteuerung die volle Leistung. Axios berief sich dabei auf Aussagen von Führungskräften. Zum Einsatz kam das AE 1107 im Programm für die MV-75 Cheyenne.

Rolls-Royce hat zudem einen Auftrag von Avolon über 70 Triebwerke für 35 Flugzeuge des Typs Airbus A330neo gewonnen. Nach Unternehmensangaben handelt es sich dabei um Triebwerke des Typs Trent 7000.

Der nächste Termin für einen Handelszwischenbericht von Rolls-Royce ist der 12. November. Dann steht die nächste planmäßige Unternehmensmitteilung zum Geschäftsverlauf an.