Mit einem strategischen Schritt auf die südliche Hemisphäre treibt Rosenbauer seine internationale Präsenz voran. Am 14. September eröffnete der Feuerwehrtechnikkonzern in Santiago de Chile seine erste eigene Niederlassung in Südamerika. Der Hersteller will mit der neuen Vertretung im chilenischen Markt die Betreuung lokaler Kunden verstärken und das Geschäft in der gesamten Region gezielt ausbauen.
Kräftiger Ergebnissprung im ersten Halbjahr
Die geografische Ausweitung folgt auf ein operativ verbessertes erstes Halbjahr 2026. In den ersten sechs Monaten steigerte das Unternehmen seinen Konzernumsatz um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 625,9 Millionen Euro. Deutlicher fiel die Erholung auf der Ertragsseite aus: Das operative Ergebnis (EBIT) hat sich mit 20,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu verdreifacht.
Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach den Spezialfahrzeugen und Ausrüstungen auf hohem Niveau. Der Auftragsbestand belief sich zur Jahresmitte auf 2.434,4 Millionen Euro, was dem Unternehmen eine umfangreiche Produktionsauslastung für die kommenden Quartale sichert.
Langfristige Finanzierung und neue Gremienstruktur
Zur Absicherung der geschäftlichen Aktivitäten vereinbarte Rosenbauer mit einem Bankenkonsortium einen syndizierten Kredit über 339 Millionen Euro. Damit stockte der Konzern die Kreditlinie gegenüber den 330 Millionen Euro aus dem Dezember 2025 leicht auf.
Zugleich wurde die Fristigkeit verlängert: Die Laufzeit läuft bis August 2029, nachdem die vorherige Vereinbarung bis März 2028 reichte. Der Vertrag enthält darüber hinaus eine Verlängerungsoption um zwei plus ein weiteres Jahr.
Auch auf personeller Ebene stellte sich das Unternehmen neu auf. Bereits auf der Hauptversammlung am 20. Mai wurden Martina Scheibelauer und Cornelia Zeinler neu in das Kontrollgremium gewählt. Den Vorsitz des Aufsichtsrats übernahm Gernot Hofer.
Aktie behauptet Jahresgewinne
Die geschäftliche Entwicklung schlägt sich auch im Kursverlauf nieder. Am Dienstag ging die Aktie bei 63,40 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht behauptet der Titel ein deutliches Plus: Seit Jahresanfang steht ein Zuwachs von 39 Prozent zu Buche. Vom 52-Wochen-Hoch bei 68,20 Euro trennt das Papier damit nur eine moderate Konsolidierungsspanne.
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