5,50 Euro je Anteilsschein. Mit dieser massiven Ausschüttung lockt die RTL Group ihre Aktionäre zur kommenden Hauptversammlung. Der Medienkonzern vollzieht aktuell einen rasanten Wandel weg vom klassischen linearen Fernsehen hin zum digitalen Werbe- und Streaming-Anbieter. Die Börse honoriert den Umbau: Am Donnerstag markierte das Papier bei 38,25 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.
Digitales Wachstum federt TV-Schwäche ab
Das Kerngeschäft verschiebt sich in hohem Tempo. Während die klassischen TV-Werbeeinnahmen im Jahr 2025 um sieben Prozent schrumpften, schossen die digitalen Werbeumsätze massiv nach oben. Sie erreichten 517 Millionen Euro und kompensierten damit mehr als zwei Drittel der linearen Rückgänge.
Parallel dazu gewinnt das Streaming-Geschäft an Zugkraft. Die Zahl der zahlenden Abonnenten kletterte auf 8,1 Millionen. Höhere Preise in Deutschland und wachsende Werbeeinnahmen auf Plattformen wie RTL+ trieben den Streaming-Umsatz auf 509 Millionen Euro. Der operative Verlust in diesem Segment schrumpfte drastisch auf 47 Millionen Euro. Im vierten Quartal erreichte die Sparte bereits nahezu die Gewinnschwelle.
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Sky-Deal auf der Zielgeraden
Im Hintergrund läuft die größte strategische Weichenstellung seit der Jahrtausendwende. Die geplante Übernahme von Sky Deutschland liegt derzeit bei den EU-Wettbewerbshütern. Um Bedenken der Kartellbehörden auszuräumen, hat RTL Zugeständnisse angeboten. Insidern zufolge steht eine Auslagerung der Werbevermarktung an Dritte im Raum.
Eine Freigabe würde RTL den Zugriff auf Premium-Sportrechte wie die Bundesliga und die Formel 1 sichern. Es entstünde ein kombinierter Streaming-Dienst mit rund zwölf Millionen zahlenden Kunden im DACH-Raum. Das Management rechnet drei Jahre nach Abschluss der Transaktion mit jährlichen Synergien von rund 250 Millionen Euro.
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Volle Kassen und ehrgeizige Ziele
Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Durch den milliardenschweren Verkauf von RTL Nederland an DPG Media verwandelte sich die Nettoverschuldung in ein Nettoguthaben von 126 Millionen Euro zum Jahresende. Das ermöglicht die vorgeschlagene Dividende von 5,50 Euro, was auf Basis des aktuellen Kurses einer zweistelligen Rendite entspricht.
Für das laufende Jahr 2026 peilt der Vorstand ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBITA) von rund 725 Millionen Euro an. Bis Ende April wird die EU-Kommission voraussichtlich über den Sky-Deal entscheiden. Fällt das Votum positiv aus, rückt das mittelfristige Gewinnziel von einer Milliarde Euro in greifbare Nähe.
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