RTL: Schwebig übernimmt Mai 2026

Die EU-Kommission gibt grünes Licht für die Übernahme von Sky Deutschland. RTL bereitet sich auf einen neuen Konzernchef und die Integration der Streaming-Plattformen vor.

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Kurz & knapp:
  • EU genehmigt Sky-Kauf ohne Auflagen
  • Streaming-Plattform-Umzug bis April abgeschlossen
  • Sonderdividende von 5,50 Euro je Aktie geplant
  • Clément Schwebig wird neuer Konzernchef im Mai

Die RTL Group ordnet ihr Geschäft grundlegend neu. Die EU-Kommission hat die Übernahme von Sky Deutschland ohne Auflagen genehmigt. Damit ist der Weg frei für einen neuen Unterhaltungsgiganten. Der künftige Konzernchef Clément Schwebig übernimmt im Mai ein gemachtes Nest.

Grünes Licht aus Brüssel

Der Kauf von Sky Deutschland soll am 1. Juni abgeschlossen werden. Brüssel sieht durch den Zusammenschluss keine Gefahr für den Wettbewerb. RTL und Sky haben unterschiedliche Stärken. Sie stehen ohnehin unter Druck durch globale Streaming-Anbieter.

Die Fusion bündelt die Premium-Sportrechte von Sky mit den Unterhaltungsmarken von RTL. Dazu gehören die Bundesliga und die Formel 1. Das Management rechnet mit jährlichen Einsparungen von 250 Millionen Euro. Diese Synergien sollen innerhalb von drei Jahren greifen.

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Fokus auf Streaming

Parallel dazu schließt der Konzern einen wichtigen technischen Umbau ab. Bis Ende April zieht RTL+ auf die Bedrock-Plattform um. Diese Technik treibt bereits die Streaming-Dienste der Gruppe in Frankreich und Ungarn an. Die Vereinheitlichung senkt die Kosten deutlich. Sie gilt als Voraussetzung für künftige Gewinne.

Das Streaming-Geschäft wächst rasant. Ende 2025 verzeichnete RTL bereits über acht Millionen zahlende Abonnenten. In diesem Jahr plant das Unternehmen den Sprung in die Gewinnzone. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) soll auf rund 725 Millionen Euro klettern.

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Nach dem Abschluss des Sky-Deals wächst die Kundenbasis weiter. Das Ziel: rund 12,3 Millionen zahlende Nutzer im deutschsprachigen Raum. Der Streaming-Umsatz soll im laufenden Jahr auf bis zu 650 Millionen Euro steigen.

Dividende und Chefwechsel

Vor dem offiziellen Amtsantritt von Clément Schwebig treffen sich die Aktionäre. Auf der Hauptversammlung am 29. April steht eine Sonderdividende zur Abstimmung. Der Vorstand schlägt eine Ausschüttung von 5,50 Euro je Aktie vor. Das Geld stammt primär aus dem Verkauf des niederländischen Geschäfts.

Schwebig löst Thomas Rabe ab. Der neue Chef leitet aktuell das Westeuropa-Geschäft von Warner Bros. Discovery. Er kennt RTL aus seiner früheren Karriere gut. Er übernimmt einen Konzern mit klarer Agenda. Ab dem 1. Juni verschmelzen die Angebote von RTL und Sky. Dann startet die Jagd auf das mittelfristige Ziel: einen operativen Streaming-Gewinn von einer Milliarde Euro.

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