Die Dienstleistungsbranche in Russland hat ihren moderaten Wachstumskurs im September behauptet. Der Einkaufsmanagerindex verharrte bei 51,3 Punkten und notiert damit den zweiten Monat in Folge über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Getragen wurde die Entwicklung von einem anziehenden Neugeschäft, das so kräftig zulegte wie seit Februar nicht mehr.
Anziehendes Neugeschäft stützt die Auftragslage
Dienstleistungsunternehmen führten das Absatzplus vor allem auf neue Kunden und Marketingaktionen zurück, auch wenn das Zuwachstempo weiterhin unter dem historischen Durchschnitt lag. Bei den offenen Aufträgen zeigte sich nach fünf Monaten kontinuierlicher Rückgänge erstmals eine Stabilisierung. Während einige Betriebe über Kapazitätsengpässe durch frische Eingänge berichteten, sahen andere ihre Ressourcen als ausreichend an.
Der Personalabbau setzte sich im September fort, verlangsamte sich jedoch auf das geringste Tempo seit vier Monaten. Viele Dienstleister verzichteten darauf, freiwillig ausscheidende Beschäftigte nachzubesetzen.
Kostendruck flacht spürbar ab
Auf der Kostenseite zeichnete sich eine Entspannung ab. Die Einkaufspreise legten im September so langsam zu wie in keinem anderen Monat des Jahres 2026, ungeachtet teurerer Transporte, Treibstoffe und Materialien. Parallel dazu hoben die Anbieter ihre Verkaufspreise im schwächsten Ausmaß seit drei Monaten an.
Die Erwartungen an die Geschäftstätigkeit für das kommende Jahr trübten sich gegenüber August zwar leicht ein, blieben aber im positiven Bereich. Dienstleister setzen dabei auf Investitionen in neue Technologien und Marketing. Für die russische Gesamtwirtschaft signalisieren die Daten eine verhaltene Dynamik: Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex stieg im September von 50,6 auf 50,8 Punkte.


