RWE: 61,94 Euro — neues 10-Jahres-Hoch

RWE beendet US-Offshore-Windaktivitäten und lenkt Kapital nach Europa. Die Aktie legt zu, die Dividende steigt.

Rwe Aktie
Kurz & knapp:
  • Aus für US-Offshore-Windprojekte
  • Kapital fließt nach Europa
  • Aktie mit 28 Prozent Plus
  • Dividende auf 1,20 Euro erhöht

RWE zieht die Reißleine im amerikanischen Offshore-Windgeschäft. Das regulatorische Umfeld in den USA hat sich verschlechtert. Neue Projekte auf dem Meer rechnen sich für den Energiekonzern schlicht nicht mehr. Die Folge: Das freigewordene Kapital fließt nun verstärkt in den europäischen Heimatmarkt.

Das amerikanische Onshore-Geschäft mit Wind und Solar bleibt bestehen. Parallel dazu verschiebt Vorstandschef Markus Krebber den Fokus. In Großbritannien sicherte sich RWE langfristige Verträge für fünf Offshore-Projekte. In Deutschland baut der Konzern derzeit massiv Batteriespeicher aus. Ferner plant das Management Gebote für neue wasserstofffähige Gaskraftwerke.

Dividende und Kursrally

Die strategische Neuausrichtung kommt am Markt gut an. Seit Jahresbeginn legte die RWE-Aktie um rund 28 Prozent zu. Gestern schloss das Papier bei 60,20 Euro. Damit notiert der Titel nur knapp unter seinem kürzlich erreichten Jahreshoch. Der Gesamtmarkt hinkt dieser Entwicklung deutlich hinterher.

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Pünktlich zum heutigen Mittwoch schüttet RWE die beschlossene Dividende von 1,20 Euro je Aktie aus. Der Betrag liegt zehn Cent über dem Vorjahreswert. Aktionäre können sich auf weitere Erhöhungen einstellen. Der Vorstand plant jährliche Steigerungen der Ausschüttung um jeweils zehn Prozent.

Milliarden-Investitionen im Fokus

Das Wachstumsprogramm bildet das Fundament für die aktuelle Bewertung. Bis 2031 will RWE netto 35 Milliarden Euro investieren. Die Kapazitäten für erneuerbare Energien sollen sich dadurch deutlich erhöhen. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem operativen Ergebnis von bis zu 5,8 Milliarden Euro.

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Auf der Analystenseite gehen die Meinungen auseinander. Die britische Investmentbank Barclays rät zum Kauf und sieht das Kursziel bei 66 Euro. Die Experten von Bernstein Research bleiben vorsichtig. Sie stufen die Aktie auf „Market-perform“ ein und halten einen Kurs von 57 Euro für angemessen.

Die starke Kursentwicklung seit Januar nimmt bereits viele positive Nachrichten vorweg. Ein starkes Quartalsergebnis im Mai muss die hohen Erwartungen nun untermauern. Gelingt RWE keine Anhebung der Jahresziele, könnten kurzfristig Gewinnmitnahmen einsetzen. Das langfristige Wachstumsszenario bleibt davon jedoch unberührt.

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