RWE prüft den Verkauf ehemaliger Kernkraftwerk-Standorte — und das könnte mehr sein als eine buchhalterische Bereinigung. Stillgelegte Atomkraftwerke binden über Jahrzehnte Kapital, das anderswo dringend gebraucht wird.
Altlasten raus, Wachstumskapital rein
Die Rückbauarbeiten an Atomstandorten sind teuer, komplex und ziehen sich über Generationen. Gelingt RWE die Veräußerung, würden jahrzehntelange Verpflichtungen zumindest teilweise auf andere Schultern übergehen. Freigewordene Mittel könnten direkt in das laufende 35-Milliarden-Euro-Investitionsprogramm fließen, das RWE bis 2031 in europäische Erneuerbare und US-Gaskraftwerke lenkt — letztere gezielt für die Stromversorgung energiehungriger KI-Rechenzentren.
Parallel dazu läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter. Bis Juni 2026 kauft RWE eigene Anteile für bis zu 1,5 Milliarden Euro zurück. Allein zwischen dem 30. März und dem 2. April erwarb der Konzern knapp 290.000 Aktien für rund 16,7 Millionen Euro.
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Technologieriesen als Ankerabnehmer
Die Kundenseite entwickelt sich ebenfalls zur Stärke. RWE hat seinen Stromabnahmevertrag mit ASML auf 130 Megawatt ausgeweitet und bis 2038 verlängert — gespeist aus einem belgischen Offshore-Windpark sowie niederländischen Wind-Assets. Amazon sicherte sich bereits im Februar 110 Megawatt aus dem Nordseecluster-B-Projekt. Der wachsende Strombedarf von Halbleiter- und Cloud-Konzernen schafft einen strukturellen Absatzmarkt für grünen Strom, den RWE konsequent bedient.
Operativ ist der Konzern für 2026 weitgehend abgesichert: Rund 80 Prozent der erwarteten Produktion sind bereits preislich fixiert. Das bereinigte EBITDA soll 2026 zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro liegen und im Folgejahr auf bis zu 6,8 Milliarden Euro steigen.
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Dividende steigt, Kurs folgt
Auf der Hauptversammlung steht die Dividendenentscheidung an. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Aufsichtsrat 1,20 Euro je Aktie vor, zahlbar am 6. Mai 2026 (Ex-Tag: 4. Mai). Für 2026 plant RWE bereits eine Anhebung auf 1,32 Euro — die neunte Ausschüttung in Folge ohne eine einzige Kürzung.
Der Aktienkurs liegt mit rund 58,56 Euro nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 59,18 Euro. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 25 Prozent zugelegt. Gelingt der Verkauf der Atomstandorte, dürfte das den ohnehin laufenden Bewertungsaufholungsprozess weiter stützen.
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