RWE räumt auf dem britischen Offshore-Windmarkt im großen Stil ab. Von den rekordhohen 8,4 Gigawatt, die die Regierung in London in der jüngsten Ausschreibungsrunde vergab, gehen fast 6,9 Gigawatt an den Essener Energiekonzern. Das untermauert die Position als europäischer Marktführer. Analysten reagieren prompt und schrauben ihre Kursziele nach oben.
Milliardenprojekt mit KKR
Die gesicherten Verträge garantieren RWE über zwei Jahrzehnte einen Festpreis von gut 91 Britischen Pfund je Megawattstunde. Betroffen sind riesige Vorhaben wie Norfolk Vanguard und Dogger Bank South. Um die enormen Investitionssummen zu stemmen, holt Vorstandschef Markus Krebber finanzstarke Partner an Bord.
Für die Norfolk-Vanguard-Windparks steigt der Investor KKR mit 50 Prozent ein. Gemeinsam wollen die Unternehmen die Anlagen entwickeln und betreiben. Die finale Investitionsentscheidung ist für den Sommer 2026 geplant. Der dänische Hersteller Vestas liefert für den östlichen Teil des Projekts 92 leistungsstarke Turbinen, die ab 2030 ans Netz gehen sollen.
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Analysten blicken auf 2030
Die Schweizer Großbank UBS wertet den Ausschreibungserfolg als klares Kaufsignal. Analystin Wanda Serwinowska hob das Kursziel von 55 auf 65 Euro an. Sie rechnet für das laufende Jahr zwar mit einem leicht schwächeren operativen Ergebnis, schraubt ihre Schätzungen für die Jahre 2028 bis 2030 wegen der neuen Kapazitäten aber um bis zu acht Prozent nach oben.
Barclays zieht mit einem Ziel von 66 Euro mit. Hier rückt parallel dazu der deutsche Heimatmarkt in den Fokus. Die Bundesregierung plant noch in diesem Jahr Ausschreibungen für wasserstofffähige Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von zwölf Gigawatt. RWE will von diesem Programm massiv profitieren. Bis 2031 plant der Konzern ein gewaltiges Investitionspaket, das neben europäischen Erneuerbaren auch US-Gaskraftwerke für KI-Rechenzentren umfasst.
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Verborgener Gewinner Amprion
Abseits der Kraftwerke liefert die Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion verlässliche Erträge. RWE hält über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Apollo Global Management rund 25 Prozent der Anteile. Die jüngsten Zahlen des Netzbetreibers fallen stark aus: Der Gewinn nach Steuern schoss um über 70 Prozent auf 672 Millionen Euro in die Höhe. Etwa die Hälfte dieses Betrags fließt als Dividende an die Eigentümer.
Amprion investiert massiv in den Netzausbau. Allein im laufenden Jahr fließen über sieben Milliarden Euro in die Infrastruktur. Neue Stromtrassen wie A-Nord sollen ab 2027 die jährlichen Netzengpasskosten um rund 700 Millionen Euro drücken. Das stützt langfristig die Profitabilität der RWE-Beteiligung.
An der Börse wird der strategische Ausbau honoriert. Die RWE-Aktie markiert aktuell ein Zehnjahreshoch und gehört mit einem Jahresplus von fast 27 Prozent zu den stärksten DAX-Werten. Am 13. Mai muss das Management diese Vorschusslorbeeren mit konkreten Zahlen untermauern. Der Markt rechnet für das erste Quartal mit einem operativen Gewinnsprung von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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