Der Essener Energiekonzern konnte sich bei der jüngsten britischen Auktion nicht nur im Offshore-Bereich durchsetzen. Auch an Land sicherte sich das Unternehmen lukrative Langfristverträge – ein strategischer Erfolg im Wettbewerb um die Energiewende.
RWE hat in der aktuellen britischen Erneuerbaren-Auktion fünf Solarprojekte mit insgesamt 215 Megawatt sowie drei Onshore-Windprojekte mit 76 Megawatt gewonnen. Die Solarprojekte erhielten Zuschläge zu einem Preis von 65,23 Pfund je Megawattstunde, die Windprojekte zu 72,24 Pfund je Megawattstunde – jeweils inflationsindexiert auf Basis von 2024. Diese zweiseitigen Differenzverträge („Contracts for Difference“) sichern RWE langfristige Planbarkeit und stabile Einnahmen über Jahre hinweg.
Erneuerbare Offensive nimmt Fahrt auf
Bereits vor knapp einem Monat hatte der Konzern bei der Offshore-Auktion mit fünf Entwicklungsprojekten punkten können. Der jetzige Erfolg an Land zeigt: RWE positioniert sich breit in Großbritannien. Die Briten setzen massiv auf Erneuerbare, und der deutsche Versorger will dabei eine tragende Rolle spielen. Mit insgesamt zehn Projekten aus beiden Auktionsrunden demonstriert das Management seine Ambitionen im britischen Markt.
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Anleger bleiben abwartend
Trotz der positiven Nachrichten reagierte die Aktie zurückhaltend. Via XETRA verlor der Titel zwischenzeitlich 0,19 Prozent auf 53,46 Euro. Offenbar werten Marktteilnehmer die Auktionserfolge noch nicht als unmittelbaren Kurstreiber. Das liegt wohl daran, dass die Projekte erst noch gebaut werden müssen – und bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme vergehen Jahre.
Langfristig dürfte der Ausbau der Erneuerbaren-Kapazitäten jedoch entscheidend sein. RWE hat sich das Ziel gesetzt, zu einem führenden Anbieter grüner Energie zu werden. Die britischen Zuschläge sind dabei ein wichtiger Baustein. Institutionelle Investoren wie BlackRock, die laut aktueller Stimmrechtsmitteilung vom 4. Februar 2026 ihren Anteil leicht auf 5,01 Prozent aufgestockt haben, scheinen das langfristige Potenzial zu erkennen.
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