RWE sichert sich einen milliardenschweren Stromliefervertrag mit dem britischen Eisenbahnbetreiber Network Rail — und steht gleichzeitig vor handfesten Problemen im britischen Markt. Das ist die Lage beim DAX-Aufsteiger des vergangenen Jahres.
Windstrom für die Schiene
Kern des Deals ist ein fünfjähriger Corporate Power Purchase Agreement. RWE liefert ab April 2027 jährlich 300 GWh erneuerbaren Strom aus dem Offshore-Windpark Gwynt y Môr vor der Küste Nordwales. Das deckt rund 65 Prozent von Network Rails Nicht-Traktionsstrom — also den Strom für Büros, Bahnhöfe und Depots, nicht für die Züge selbst.
Strukturell ist der Vertrag ein Novum: RWE schließt damit als erstes Unternehmen einen öffentlichen Sektor-PPA unter dem neuen Government Commercial Agency-Rahmenwerk ab. Zusammen mit einem früheren Vertrag mit EDF Renewables deckt Network Rail künftig rund 80 Prozent seines Nicht-Traktionsbedarfs aus erneuerbaren Quellen.
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Netzprobleme stoppen Solarprojekt
Das Bild ist allerdings nicht nur positiv. RWE hat sein 99,9-MW-Solar-plus-Speicher-Projekt „Butterfly“ in Wales gestrichen. Grund: fehlende Netzanschlusskapazität. Das Unternehmen hat sein gesamtes britisches Portfolio überprüft. Einige Projekte erhalten zeitnahe Anschlussangebote, andere müssen bis in die frühen 2030er-Jahre warten.
Hinzu kommt regulatorischer Gegenwind. Die britische Regierung plant, eine Abgabe auf fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung bis 2028 abzuschaffen. Das belastete zuletzt den Kurs — trotz eines starken Jahresstarts mit knapp 20 Prozent Plus seit Januar.
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Zwei Termine im Mai
Für Aktionäre stehen jetzt konkrete Ereignisse an. Am 30. April hält RWE seine Hauptversammlung ab. Der Aufsichtsrat schlägt eine Dividende von 1,20 Euro je Aktie vor.
Am 13. Mai folgt die Analysten- und Investorenkonferenz mit den Zahlen für das erste Quartal 2026. Das Management hat für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBITDA zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. CEO Markus Krebber will den bereinigten Gewinn je Aktie bis 2031 von aktuell 2,48 Euro auf 4,40 Euro steigern — rund zwölf Prozent Wachstum pro Jahr. Die Q1-Zahlen werden zeigen, ob dieser Kurs hält.
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