RWE Aktie: Zahlen überzeugen

RWE übertrifft mit seinen Jahreszahlen für 2025 die Erwartungen und kündigt eine beschleunigte Dividendensteigerung sowie ehrgeizige Gewinnziele bis 2031 an.

Rwe Aktie
Kurz & knapp:
  • Bereinigtes Ebitda 2025 besser als erwartet
  • Dividende steigt auf 1,20 Euro je Aktie
  • Ziel: Ergebnis je Aktie bis 2031 auf 4,40 Euro
  • 35 Milliarden Euro Investitionen in fünf Jahren

RWE hat heute seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und der Markt quittierte das mit deutlichem Beifall. Die Aktie gehörte zu den stärksten Titeln im DAX, was angesichts der vorgelegten Daten kaum überrascht.

Der Ergebnisrückgang gegenüber 2024 fiel spürbar milder aus als befürchtet. Das bereinigte Ebitda sank 2025 auf rund 5,1 Milliarden Euro – ein Minus von etwa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber besser als von Analysten erwartet. Besonders das Segment Versorgung und Handel lieferte positive Überraschungen, ebenso wie das Offshore-Windgeschäft. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 2,50 Euro, am oberen Ende der eigenen Prognose.

Wachstumsplan mit klaren Zahlen

Für die kommenden Jahre zieht RWE die Zügel an. Bis 2031 soll das Ergebnis je Aktie auf 4,40 Euro steigen – ausgehend von 2,50 Euro im vergangenen Jahr. Für 2026 peilt das Management 2,55 Euro an, für 2027 bereits 3,05 Euro. Finanziert werden soll dieses Wachstum durch Nettoinvestitionen von 35 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren.

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Fast die Hälfte dieser Mittel – rund 17 Milliarden Euro – fließt in den US-Markt. Dort setzt RWE künftig nicht mehr ausschließlich auf erneuerbare Energien, sondern auch auf Gas. Der Grund: Der Strombedarf in den Vereinigten Staaten wächst rasant, was das Land zum wichtigsten Wachstumsmarkt macht.

Beim operativen Gewinn für 2026 rechnet RWE mit 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro, für 2027 mit 6,2 bis 6,8 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2023 hatte der Konzern auf dem Höhepunkt der Energiepreisrallye 7,75 Milliarden Euro verdient – dieses Niveau bleibt vorerst das langfristige Ziel.

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Dividende zieht deutlich an

Für Aktionäre gibt es gleich zwei erfreuliche Signale. Die Ausschüttung für 2025 steigt auf 1,20 Euro je Aktie – zehn Cent mehr als im Vorjahr. Und künftig will RWE die Dividende jährlich um 10 Prozent erhöhen, statt wie bisher um 5 bis 10 Prozent. Für 2026 sind damit 1,32 Euro je Aktie geplant – eine Ansage, mit der das Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertraf.

Zusätzlich läuft noch bis Juni ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Eine Verlängerung deutete der Finanzvorstand zwar nicht an, Analysten sehen aber bis 2027 Potenzial für weitere Rückkäufe in Höhe von rund 3 Milliarden Euro.

Bernstein Research beließ die Einstufung bei „Market-Perform“ mit einem Kursziel von 55 Euro, lobte jedoch explizit das um 6 Prozent über dem Konsens liegende operative Ergebnis. JPMorgan und Barclays sehen die neue Mittelfristprognose als glaubwürdig an und verweisen auf konservative Planungsannahmen, die Spielraum nach oben lassen.

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Über Dieter Jaworski 1836 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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