Die Windschutzscheibe wird zum Display – und Saint-Gobain Sekurit steckt mittendrin. Am 3. Februar 2026 verkündeten der französische Glasriese gemeinsam mit ZEISS, tesa und Hyundai Mobis die Gründung der „QuadAlliance“. Ziel: Die Massenproduktion holografischer Windschutzscheiben-Displays bis 2029.
Was steckt hinter der Technologie?
Statt zusätzlicher Bildschirme im Cockpit verwandelt sich die Frontscheibe selbst in ein transparentes Interface. Über holografische Filme werden Informationen direkt ins Sichtfeld des Fahrers projiziert – mit über 92 Prozent Transparenz und einer Helligkeit von mehr als 10.000 Nit. Das bedeutet: Selbst bei grellem Sonnenlicht bleibt die Anzeige klar erkennbar.
Die Technik ermöglicht ultragroße Displays, die sogar 4K-Auflösung unterstützen. Gleichzeitig sinkt das Gewicht, der Energieverbrauch fällt niedriger aus als bei klassischen Head-up-Displays. Das kompakte Design benötigt weniger als 1,5 Liter Bauraum – ein entscheidender Vorteil für Automobilhersteller.
Wer macht was in der Allianz?
Die vier Partner teilen sich die Wertschöpfungskette klar auf. ZEISS steuert das optische Design und die Masterentwicklung der holografischen Filme bei – gestützt auf vier Jahrzehnte Erfahrung in der Holografie. tesa übernimmt die Massenreplikation dieser Filme und bringt seine Material- und Prozessexpertise ein.
Saint-Gobain Sekurit integriert die holografischen Filme nahtlos in die Windschutzscheiben. Als führender Anbieter innovativer Verglasungssysteme sorgt das Unternehmen dafür, dass die Technik alle automobilen Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit erfüllt. Hyundai Mobis komplettiert die Kette mit der Systemintegration und modernster PGU-Technologie für die Bildprojektion.
Serienstart 2029 – ehrgeiziger Plan oder Realität?
Die Allianz will bis 2029 produktionsreif sein. Dafür haben die Partner ihre Roadmaps, Entwicklungsressourcen und Qualifizierungsprozesse aufeinander abgestimmt. Das soll Automobilherstellern eine validierte, industriell erprobte Komplettlösung bieten – ohne langwierige Abstimmungen zwischen verschiedenen Zulieferern.
Dr. Ingrid Sebald, Technologiechefin bei tesa, betont den One-Stop-Ansatz: Die Lösung lasse sich nahtlos in bestehende Produktionsprozesse integrieren. Gleichzeitig behalten Autobauer die Flexibilität, auch einzelne Partner der Allianz separat einzubinden.
Was bedeutet das für Saint-Gobain?
Für Saint-Gobain Sekurit eröffnet sich ein potenziell lukrativer Wachstumsmarkt. Während klassische Windschutzscheiben ein reifes Geschäftsfeld darstellen, positioniert sich das Unternehmen hier als Technologieführer im Premium-Segment. Die Zusammenarbeit mit drei namhaften Partnern stärkt die Marktposition und beschleunigt die Entwicklung.
Noch ist die Technologie nicht in Serie. Doch die Allianz setzt auf ein geschlossenes Ökosystem, das Entwicklungsrisiken minimiert und die Time-to-Market verkürzt. Gelingt der Durchbruch, dürfte Saint-Gobain von steigenden Margen und höherwertigen Produkten profitieren – ein spannender Hebel für das traditionelle Glasgeschäft.
Saint Gobain-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Saint Gobain-Analyse vom 3. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Saint Gobain-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Saint Gobain-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Saint Gobain: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


