Salesforce setzt voll auf den Standort Europa. Der Software-Konzern investiert in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Euro in der Schweiz. Mit diesem Kapital will das Unternehmen die Einführung seiner KI-Agenten massiv beschleunigen.
An der Börse herrscht derweil Ernüchterung. Die Aktie schloss am Freitag bei 143,14 Euro. Damit liegt das Papier seit Jahresbeginn fast 34 Prozent im Minus.
Skepsis trotz Wachstumszahlen
Analysten blicken skeptisch auf das Tempo der KI-Adoption. KeyBanc und Bernstein senkten ihre Einstufung zuletzt auf „Sector Weight“. Ein Grund: Viele Kunden haben ihre Daten noch nicht ausreichend für komplexe KI-Prozesse vorbereitet.
Die Plattform Agentforce generiert bereits einen jährlichen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro. Marktbeobachter zweifeln jedoch, ob dieser Erfolg für eine schnelle Wende ausreicht. Die generelle Skepsis gegenüber teurer Unternehmenssoftware wiegt derzeit schwer.
Slack als neue Schaltzentrale
Salesforce vernetzt seine Cloud-Dienste parallel dazu enger mit der Tochter Slack. Über neue Server greift der Slackbot direkt auf Kundendaten und Tableau-Analysen zu. Das soll manuelle Programmierarbeit bei den Anwendern überflüssig machen.
Dazu kommen technische Verbesserungen am sogenannten Headless-360-Stack. Das Management reagiert damit auf die Forderung von Entscheidern nach einer besseren Integration verschiedener Plattformen. Das Ziel: KI-Tools sollen ohne Umwege in den Arbeitsalltag einfließen.
Aktuell notiert der Kurs rund elf Prozent über dem Jahrestief von 129,22 Euro. Für eine nachhaltige Erholung muss Salesforce im zweiten Halbjahr beweisen, dass die neuen KI-Tools tatsächlich bei den Unternehmenskunden ankommen.
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