Der finnische Versicherungskonzern Sampo hat heute seine Ausschüttungspolitik grundlegend überarbeitet. Ab 2026 sollen neben der progressiven Dividende erstmals systematisch Aktienrückkäufe eingesetzt werden – bis zu einem Drittel der Gesamtausschüttung. Die Aktionäre können sich damit auf eine veränderte Kapitalallokation einstellen, während das Gesamtvolumen der Ausschüttungen unverändert bei rund 90 Prozent des operativen Ergebnisses bleibt.
Parallel dazu legte Sampo starke Zahlen für 2025 vor: Der Versicherungsumsatz kletterte um 8 Prozent auf 9,08 Milliarden Euro, das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich währungsbereinigt um 12 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro. Die Combined Ratio sank auf 83,6 Prozent. Haupttreiber war ein außerordentlicher Gewinn von 540 Millionen Euro aus der Beteiligung an NOBA, der den Nettogewinn auf knapp 2 Milliarden Euro katapultierte.
Progressive Dividende bleibt bestehen
Chairman Antti Mäkinen betont, dass die progressive Dividendenentwicklung trotz der neuen Rückkaufkomponente fortgeführt wird. Der Vorstand schlägt für 2025 eine reguläre Dividende von 0,36 Euro je Aktie vor – ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Steigerung entspricht der mittelfristigen Zielsetzung und soll Anlegern verlässliches Einkommenswachstum bieten.
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Die Solvency-II-Quote liegt bei 174 Prozent nach Abzug der vorgeschlagenen Dividende, die finanzielle Verschuldung beträgt 23,6 Prozent. Sampo verfügt damit über substanzielle Kapitalpuffer. CEO Morten Thorsrud deutete an, dass 2026 zusätzliche Mittel aus dem Verkauf von Altbeständen im Finanzportfolio und der Ausweitung des internen Risikomodells auf das dänische Geschäft fließen könnten.
Digitalisierung treibt Wachstum
Das organische Wachstum von 8 Prozent speiste sich aus starken Zuwächsen sowohl im privaten als auch im KMU-Geschäft in Nordics und Großbritannien. Besonders Norwegen stach mit 16 Prozent Wachstum im Privatkundenbereich und 13 Prozent bei gewerblichen Kunden heraus. Die digitalen Verkäufe stiegen im Konzern um 15 Prozent, im nordischen Privatgeschäft wurde die operative Zielmarke ein Jahr früher als geplant erreicht.
Die Personalversicherung legte um 11 Prozent zu, unterstützt durch 30.000 zusätzlich versicherte Personen. Im nordischen Gewerbekundengeschäft gewann Sampo über 3.200 neue Kunden, davon 1.100 allein im vierten Quartal. Die Logins in der digitalen Plattform MyBusiness sprangen um 27 Prozent nach oben.
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Für 2026 erwartet Sampo einen Versicherungsumsatz zwischen 9,5 und 9,8 Milliarden Euro sowie ein versicherungstechnisches Ergebnis von 1,49 bis 1,6 Milliarden Euro. Die untere Grenze der Spanne reflektiert Vorsicht angesichts winterlicher Wetterbedingungen zu Jahresbeginn in Skandinavien. Das Margenziel von unter 85 Prozent Combined Ratio und ein durchschnittliches operatives EPS-Wachstum von über 9 Prozent jährlich bis 2026 bleiben bestätigt.
Personalien im Aufsichtsrat
Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss schlägt für die Hauptversammlung am 22. April 2026 moderate Erhöhungen der Aufsichtsratsvergütung vor: Das Jahreshonorar für den Vorsitzenden steigt auf 250.000 Euro, für den Stellvertreter auf 144.000 Euro, für Mitglieder auf 111.000 Euro – jeweils rund 2,9 Prozent mehr. Neu eingeführt werden Ausschusshonorare: 20.000 Euro für den Vorsitz im Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie 10.000 Euro für Mitglieder.
Als neues Aufsichtsratsmitglied wird Andreas Brandstetter nominiert. Der 56-jährige CEO der UNIQA Insurance Group verfügt über fast drei Jahrzehnte Erfahrung in der Schaden- und Unfallversicherung. Christian Clausen steht nicht zur Wiederwahl. Alle übrigen sieben Mitglieder sollen wiedergewählt werden, Antti Mäkinen als Vorsitzender und Risto Murto als Stellvertreter.
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