Samsung Electronics hat auf dem VLSI-Symposium in Honolulu einen Meilenstein präsentiert: den ersten vertikal gestapelten Transistor der Branche. Die sogenannte 3D-Stacked-FET-Architektur ordnet Transistoren übereinander anstatt nebeneinander. Das verspricht mehr Rechenleistung auf gleicher Chipfläche bei gleichzeitig besserer Energieeffizienz.

Ein entscheidendes Problem hatte das Unternehmen zuvor gelöst: elektrische Interferenzen zwischen den eng gestapelten Schichten. Eine spezielle Isolierschicht verhindert diese Störungen. Parallel dazu verkleinerte Samsung den Gate-Pitch – ein zentrales Maß für die Transistorgröße – von 48 auf 42 Nanometer. Das setzt einen neuen Dichterekord.

Strategische Neuausrichtung der Konsumentensparte

Neben den Chip-Neuigkeiten justiert Samsung auch sein Geschäft mit Smartphones, Fernsehern und Haushaltsgeräten nach. In strategischen Gesprächen standen zwei Stoßrichtungen im Fokus: Künstliche Intelligenz und der Rückzug aus margenschwachen Märkten.

Bereits Anfang Juni 2026 begannen Mitarbeiter der Device-Experience-Sparte mit der Integration externer generativer KI-Tools. Ein notwendiger Schritt. Denn das operative Ergebnis dieser Division lag im ersten Quartal unter dem Vorjahreswert – bei stabilen Umsätzen.

Das dürfte auch ein Grund für den dritten strategischen Vorstoß sein: Samsung steigt ins modulare Fertighaus-Geschäft ein. Zusammen mit Space Manufactory bringt der Konzern das „Samsung AI Modular Home“ auf den Markt. KI-Geräte und SmartThings-Lösungen werden direkt im Werk in die Häuser integriert.

Starke Kursentwicklung

Die Anleger honorieren die Entwicklung. Die Samsung-Aktie legte am Donnerstag um 4,62 Prozent auf 362.500 KRW zu. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 182,69 Prozent. Das Papier notiert damit nur zwei Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 370.000 KRW.